Konjunktur: Firmen-Chefs depressiv – Konsumenten freudig


Während die Unternehmensmanager in tiefe Depressionen stürzen, scheinen die Arbeitnehmer als Konsumenten noch in bester Laune zu sein. Im September 2019 ist die Anschaffungsneigung gemäß GfK wieder etwas angestiegen. Wohl nur vorübergehender Effekt.

Lieber Geld ausgeben als von Inflation aufzehren lassen

Konsumlaune

Konsumlaune steigt im Gegensatz zur Konjunktur weiter an

Die Wirtschaftsdaten und die Prognosen für die weitere Konjunkturentwicklung eilen einem neuen Tiefpunkt nach dem anderen hinterher. Das Münchner ifo Institut vermeldete zur Stimmung in den Chef-Etagen der Export-Unternehmen ein Stimmungstief, wie es zuletzt im Jahr 2009 eingetreten ist. Innerhalb der Eurozone spiegelt der schwache Euro das konjunkturelle Trübsalblasen wider und die Europäische Zentralbank (EZB) versucht mit der Neuauflage alter Mittel wieder etwas Schwung in den Laden zu bekommen.

Dennoch lassen sich die Konsumenten vom Hagel neuer Hiobsbotschaften ihre Kauffreude nicht verderben. Die Diskrepanz wird daran sichtbar, dass die Arbeitgeber in Zeiten der Hochkonjunkturen über klingelnde Kassen jubeln und Konsumenten, also die Arbeitnehmer, ihre Freude daran haben, auch in konjunkturellen schlechten Zeiten ihren vom Arbeitseinsatz verbliebenen Restkrümel in den Konsum zu stecken. Der lachende Dritte ist die öffentliche Hand. Sprudelt die Kasse seitens der Unternehmen nicht mehr, so kommt wenigstens noch ein Batzen über die Mehrwertsteuer herein.

Im September stieg die Stimmung der Konsumenten lt. GfK sogar weiter an, ganz im Gegensatz zu den meisten Unternehmen. Die Anschaffungsneigung der Konsumenten sei weiter angestiegen und Grund sei die erneute von der EZB eingeleitete Zinssenkung. Im gleichen Zeitraum sei auch die Sparneigung der Haushalte gesunken. Die GfK-Forscher rechnen daher auch für den Oktober mit einem weiteren Anstieg.

Anschaffungsneigung solange es noch geht

Damit kann es sich auch nur um einen temporären Effekt handeln. Verständlich, dass Geld eher ausgegeben werden will, solange die Inflation gegenüber den Niedrig- und Nullzinsen das Guthaben noch weiter aufzehrt. Der Arbeitsmarkt ist von der konjunkturellen Schwächephase jedoch schon kräftig angekratzt worden und kann nur deshalb noch „glänzende“ Beschäftigtenzahlen präsentieren, weil der Niedriglohnsektor und die prekäre Beschäftigung bereits zu sehr dominieren. Haushalte mit schwachem Einkommen sind in der Regel ohnehin die „schlechten Konsumenten“. Das Geld reicht meist nur für das aufrechte Laufen. Wechseln noch weitere Firmen in Kurzarbeit über, wird dies auch die Anschaffungsneigung bei den Konsumenten lädieren und deren Guthaben ist auch irgendwann einmal aufgebraucht.

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