Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU ist auch die offizielle Einwohnerzahl des Wirtschaftsgebietes binnen eines Jahres schlagartig gesunken. Doch „bereinigt“ kommt unterm Strich dennoch ein Netto-Zuwachs heraus.

Trotz mehr Sterbefälle als Geburten stieg die Einwohnerzahl an

EU-Fahne
Brexit ergab binnen eines Jahres eine statistische Verschiebung

Auf den ersten Blick ist die Zahl der EU-Bewohner binnen eines Jahres um 12,8 Prozent gesunken. Allerdings ist dieser Rückgang nicht auf eine vermeintliche Massen-Auswanderung zurückzuführen, sondern rein aus dem Umstand, dass die von Eurostat Anfang 2019 gezählten 513,5 Millionen Einwohner noch den Anteil des Vereinten Königreiches enthielten. Mit dem Brexit verschwand aus den Statistiken ein ganzes Land samt der Einwohner. Mit dem Stand Anfang 2020 zählten die Statistiker somit nur noch 447,7 Millionen Einwohner in der „neuen EU27“. Der Anteil der nun als „extraterritorial“ geltenden Briten lag bei 13 Prozent. Damit stieg die Einwohnerzahl in der „Rest-EU“ netto sogar weiter an und zwar um rund 900.000 weitere Menschen.

Eurostat spricht von einer „natürlichen Veränderung“ der Einwohnerzahl in der EU anhand der Gegenüberstellung von Geburten- und Sterberaten. Demnach sei die bisherige natürliche Entwicklung seit dem Jahr 2012 negativ. Es starben also mehr Menschen als neu geboren wurden.

Das größte Wirtschaftsland der EU ist auch gleichzeitig das Land mit den meisten Einwohnern. Die Bundesrepublik zählt lt. Eurostat 83,2 Millionen Einwohner und nimmt EU-weit einen Anteil von 18,6 Prozent ein. Danach folgen Frankreich mit 67,1 Millionen (15,0 %), Italien mit 60,2 Millionen (13,5 %), Spanien mit 47,3 Millionen (10,6 %) und Polen mit 38,0 Millionen (8,5 %). Die gemessen an der Bewohnerzahl kleinsten EU-Länder sind Zypern, Luxemburg und Malta.

Das durchschnittliche Verhältnis zwischen Geburten- und Sterbe-Rate in der EU lag zuletzt bei 47:53. Damit hat sich die Einwohnerzahl über die „natürliche Weise“ reduziert und der Netto-Zuwachs an Einwohnern ist lediglich über die Zuwanderung zu erklären. Dies wird von Eurostat weder erwähnt, geschweige im Detail hervorgehoben. Angesichts des Netto-Zuwachses um rund 900.000 Menschen müsste die Zahl der Einwanderer in die EU bei etwas über 1 Millionen binnen eines Jahres liegen.

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