Notwendige Rentenvorsorge wird immer weniger realistisch


Arbeitnehmer haben es zunehmend schwerer, ihre Finanzen im Rentenalter im Trockenen zu wissen. Immer weniger Beschäftigten bleibt genug Geld übrig für die private Vorsorge und gleichzeitig steigt der notwendige Vorsorgeaufwand an.

Inzwischen hat sich der notwendige Sparaufwand verdoppelt

Arbeit

Das Geld wird rarer für jetzt und später

Die Rentenpolitik der Bundesregierungen hat unter den Deckmantel des demografischen Wandels ganze Arbeit geleistet. Während die bisher gestiegene Produktivität in der Wirtschaft den Arbeitnehmern vorenthalten wurde, sind die Gewinne der Unternehmen insbesondere seit der Jahrtausendwende enorm angestiegen. Eine angemessene Beteiligung der wertschöpfenden Belegschaft kommt nicht in Frage. Demzufolge plädieren die verantwortlichen Politiker für mehr “Eigeninitiative”, die die private Versicherungswirtschaft nur allzu gern gefördert sehen will. Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Absenkung des Rentenniveaus lassen gegenüber den bereits in Renten gegangenen Arbeitnehmer die Altersarmut sprunghaft ansteigen. Die Eigeninitiative des Sparens im “Dienste”der privaten Versicherer ist für die Schließung der gewollt geöffneten Rentenlücke somit zwingend. Gleichzeitig steigt im Arbeitsmarkt jedoch der Niedriglohnsektor an und damit auch die Anzahl dere, die sich gar keine zusätzliche Rentenversicherung leisten können.

Mehr notwendiger Sparaufwand bei immer weniger Geld

Das Dilemma: Immer weniger Arbeitnehmern steht das notwendige Geld für die zusätzliche Altersvorsorge zur Verfügung, bei gleichzeitig ansteigendem Sparaufwand, um die politisch geöffnete Rentenlücke zu schließen. Jünger müssen heute bereits rund das Doppelte ansparen als die Älteren, so das Ergebnis des Analyseshauses Prognos AG im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Gegenüberstanden die Geburtsjahre 1960, 1975 und 1990. Demnach stehen die Geburtenjahrgänge 1960 einer Sicherungslücke von 5,6 Prozent gegenüber. Für die Jahrgänge 1975 beträgt diese Lücke bereits 9,9 Prozent und für 1990er stehen bereits 11,3 Prozent. Für einen Älteren mit Jahrgang 1960 liegt somit ein zusätzlicher privater Sparaufwand von 2,1 Prozent seines Lohns vor, um die Rentenlücke zu schließen. Arbeitnehmer mit Jahrgang 1975 müssen bereits 4,4 Prozent ihres Lohns aufwenden und bei den Jüngeren mit Jahrgang 1990 müssen es mindestens 3,9 Prozent sein.

Länger arbeiten lautet das Motto

Der GDV schlägt allerdings eine Alternative vor, wie der hohe Sparaufwand in Relation zum Lohn vermindert werden könne. Einfach länger arbeiten und damit später in Rente gehen. Die Lebenserwartung steige stärker als das Renteneintrittsalter, so der GDV. Wer länger arbeitet, habe später höhere Ansprüche aus der gesetzlichen Rente und dies könne dazu beitragen, den längeren Ruhestand zu finanzieren. Daher sei es sinnvoll, das Renteneintrittsalter an die “ferne Lebenserwartung” zu koppeln.

Offenbar hat es sich in der Versicherungswirtschaft noch nicht herumgesprochen, dass die Lebenserwartung wieder am Absinken ist. Doch ein statistischen Steigen der Lebenserwartung bis zum Ultimo ist für die Begründung niedrigere gesetzliche Renten und ein erhöhter Sparaufwand bei den privaten Versicherern das geeignete Mittel schlechthin. Inzwischen scheint es vor allem in den Industrienationen zu einer Trendwende gekommen sein. Im Jahr 2016 fiel die Restlebenserwartung des 65-Jährigen um ein halbes Jahr geringer aus als in den vorangegangenen Jahren, so lt. SZ der Vorsitzende der Deutschen Aktuarvereinigung, Roland Weber. Es liegt auf der Hand, dass die Versicherer einen Vorteil davontrügen, sollte die kalkulierte Lebenserwartung gegenüber der Realität zu hoch angesetzt sein.

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