„Das ist pure Verschwendung!“ – Diesen Satz hat wahrscheinlich jeder schon einmal vernommen oder selbst ausgesprochen. Fakt ist, dass diese Aussage und das dementsprechende Bewusstsein und die Sensibilität zum Thema heutzutage wichtiger denn je ist. Denn die Ressourcen, die uns die Natur zur Verfügung stellt, werden Dank skrupellosem Raubbau knapp. Verschwenderisches Verhalten fängt schon in den eigenen vier Wänden in jedem privaten Haushalt an.

Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass Verschwendung zum Tabu wird und jeder kann selbst dafür verantwortlich sein, sein Bewusstsein zu schärfen und zu sensibilisieren. Das kann beim bewussten Einkauf anfangen, und hört beim Konsumverhalten auf. Dabei muss man noch nicht einmal großartig an Verzicht denken. Nachhaltiges Verhalten und bewusstes Konsumieren können schon ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Die Lust auf Fleisch

Brotzeitplatte
Fleischkonsum steigt seit Jahren weiter an

Wir essen immer mehr und häufiger Fleisch. Während noch vor wenigen Jahrzehnten der übliche Sonntagsbraten die einzige Form des Fleischkonsums war, essen wir Deutschen heutzutage teilweise täglich Fleisch in allen Facetten. Ob es die Wurst auf dem Brot, oder das Schnitzel am Mittag, der Döner oder die Curry, Das Steak im Restaurant, oder das Grillfleisch im Sommer. Der Fleischkonsum ist dermaßen angestiegen, dass die Produktion kaum noch mitkommt. Und unter „Produktion“ versteckt sich letztlich nichts anderes, als die Massentierhaltungen im großen Stil. Da werden Tausende Schweine „produziert“, die vorsorglich mit unterschiedlichen Medikationen, wie Wachstumshormonen und Antibiotika behandelt werden, um einer Masseninfektion- und Erkrankung der Tiere vorzubeugen. Schlussendlich aber landet alles auf unseren Tellern und schließlich im menschlichen Organismus. Immer häufiger sind dadurch wiederum Menschen gegen vielerlei Antibiotika beispielsweise immun oder resistent. Ein gefährlicher Kreislauf. Aber auch allein für die Rindfleischproduktion oder Schweinefleischproduktion müssen unglaubliche Ressourcen verbraucht werden, um die Tiere füttern und auch Tränken zu könne.

Einkaufszentrum
Verzicht auf Fleisch schont Wasserreserven

Der Wasserverbrauch allein und die Anbaufläche des Futtermittels für die Tiere, nimmt gigantische Ausmaße an. Billigfleischproduktionen haben ihren Preis, denn von hoher Qualität und Güte und sind diese Produkte in der Regel nicht. Und vor allem aus ethischer Sicht gesehen, lassen sich diese Formen der Massenproduktion günstiger Fleischprodukte nicht miteinander vereinbaren. Fakt ist: Wer auf gute und hochwertige Qualität setzen beim Fleischkonsum,. Muss tiefer in die Tasche greifen und auf Bio-Produkte zurückgreifen. Die Devise lieber seltener Fleisch zu konsumieren, dafür aber qualitativ hochwertiger, geht hierbei besser auf. Dazu kommt, dass zu viel Fleischkonsum aus gesundheitlicher Sicht bedenklich ist, da allein der überhöhte Eiweiß- oder auch Harnsäureanteil im Fleisch Krankheiten, wie Gicht beispielsweise begünstigen kann.

Alles nur noch online bestellen

Online Einkauf
Zunehmender Internet-Einkauf zehrt an den Ressourcen

Es ist bequem und ungemein entspannend, zu wissen, dass man nach ausgiebiger Sicht und Suche im Internet beim Lieblingsanbieter das gewünschte Produkt gefunden hat. Doch die Folge dessen macht sich mittlerweile auf unseren Straßen deutlich sichtbar. Immer mehr LKWs blockieren die Straßen und sind für das Paar Schuhe, die schicke Hose, die Bratpfanne oder des Shirt für uns kreuz und quer unterwegs. Hinzu kommt, dass wir ja bei jeder Bestellung wissen, dass wenn es nicht gefällt oder passt, der Artikel problemlos und kostenlos wieder retour geschickt werden kann. So entsteht eine weitere belastende Form. Deshalb fordern derzeit Umwelt und Naturschutz Organisationen wie der BUND, dem kostenlosen Warenrückversenden den Riegel vorzuschieben. Frei nach dem Verursacherprinzip sollen zukünftig Anbieter Kosten für Retouren erheben, um halbherzige Käufe aufgrund dessen verhindern zu können. Unnötiges Blockieren von Zufahrten, Fahrradwegen und Straßen durch Lieferfahrzeuge sollen dadurch deutlich minimiert werden. Der Onlinemarkt boomt, was grundlegend nicht verkehrt ist. Doch der Einzelhandel hat es immer schwerer mithalten zu können. Mittelständische Unternehmen müssen Jahr für Jahr um ihre Existenz kämpfen und jedes Jahr schließen alt eingesessene Geschäfte und Familienunternehmen landesweit. Shoppingcenter sind für den Käufer zwar äußerst praktisch, doch für Kleinstunternehmer in Städten, die die Pachten und Mieten in diesen Zentren nicht aufbringen können, fatal.

Muss es immer das neueste Modell sein?

Einkaufszentrum
Konsum wird weiter vorangetrieben

Besonders in Bezug auf den Mobilfunkmarkt sollte sich jeder Nutzer eines Mobiltelefons die Frage stellen, ob es denn zwangsläufig immer das allerneuste iPhone sein muss? Denn gebrauchte Mobilfunkgeräte können ebenso ihren Dienst über Jahre hinweg verlässlich erfüllen.
Aber auch der verschwenderische Umgang mit Baustoffen wird immer deutlicher. Denn allein rund 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs geht auf die Nutzung von Gebäuden zurück. Die hierfür verwendeten Baustoffe spielen eine ganz wesentliche Rolle. Hier ist ein ökologisch nachhaltiger Umgang mit Baustoffen oberstes Gebot, um dieser Verschwendung nachkommen zu können. Grundsätzlich sollen zukünftig nachhaltige Gebäude so weit es möglich errichtet und gebaut werden, um allen Nachkommen eine lebenswerte und vor allem noch intakte Welt zu hinterlassen. Die explodierende Bevölkerungsentwicklung, der deutliche Klimawandel der zunehmende Individualverkehr machen nachhaltiges Handeln und Denken dabei nicht gerade einfach, doch bekanntlich gibt es immer Wege zu handeln, wenn der Wille hierfür stark genug ist.


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