Regionale Wirtschaftsstärken EU28 zeigen: BIP ist nicht Produktivität


Die Wirtschaftsleistungen der Regionen innerhalb der EU28 sind äußerst unterschiedlich ausgeprägt. Die Spanne bewegt sich zwischen 325% und 27% im Bezug auf den EU-Durchschnitt (100%). Der Blick auf die Top-Positionen zeigt jedoch klar, dass ein hohes pro Kopf BIP nichts mit Produktivität und realen Werten zu tun haben muss.

Deutschland bringt es auf fünf Regionen innerhalb der Top-20 Liste

Geschäftsentwicklungen

BIP ist nicht gleich Produktivität

Wer in Deutschland in den Gebieten in und um Hamburg, Oberbayern, Bremen, Darmstadt und Stuttgart wohnt, kann sich glücklich schätzen, innerhalb der 20 “reichsten” Regionen in der gesamten EU zu leben. Das Europäische Statistikamt (Eurostat) führt diese fünf deutschen Städte bzw. Regionen in der Liste der 20 Gebiete mit der höchsten pro Kopf Wirtschaftsleistung im Jahr 2013 auf.

Als Maßstab verwendet Eurostat den Durchschnitt der EU mit einem pro Kopf BIP von 100%. Demnach generierten Hamburg 195% (Pos. 4), Oberbayern 172% (Pos. 10), Bremen 159% (Pos. 12), Darmstadt 158% (Pos. 13) und Stuttgart 156% (Pos. 14).

An die ersten drei und somit auch “reichsten” Regionen in der EU28 kommt so schnell kein weiteres Gebiet hin. Das dritthöchste pro Kopf BIP generierte Brüssel mit 207%. An zweiter Stelle befand sich im Jahr 2013 Luxembourg mit 258% und dann erfolgt ein großer Sprung auf 325% pro Kopf BIP durch das Zentrum Londons, das Verwaltungsgebiet Inner London. Zu diesem Stadtteil zählt u.a. die City of London, eigentlich ein “Staat in der Stadt”, die Finanzmetropole schlechthin.

Die Schlusslichter der in der EU bilden Regionen in Bulgarien und ein Exot. Drei Regionen Bulgariens nahmen im Jahr 2013 mit einem pro Kopf BIP zwischen 32% und 30% der Reihe nach fast die untersten Plätze ein. Lediglich Frankreichs Départment Mayotte, eine kleine Insel zwischen Mosambik und Madagaskar, bildete mit einem BIP von 27% das hinterste Rücklicht aus.

Inner London, Luxembourg und Brüssel generieren das hohe BIP eindeutig im Bereich der Finanzwelt, also fernab der “handfesten” Produktivität. Die Wirtschaftsgebiete Hamburg, Oberbayern, Bremen, Darmstadt und Stuttgart dagegen zählen nicht gerade zu den Finanzzentren Europas und deren “innerer Wert” des BIPs ist völlig anderer Natur, weit weniger “virtuell”. Im Gegensatz zu Deutschlands Finanzzentrum Frankfurt a. Main, aber diese Region taucht in der Top 20 von Eurostat gar nicht auf.

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