Sanktionen gegen Russland – Schweigende Politiker zum Eigentor


Die Sanktionen gegen Russland schaden dem Urheber mehr als das “bestrafte Land”. Deutschlands Exportwirtschaft gen Moskau brach ein. Die Industrie fordert längst die Aufhebung der Strafmaßnahmen, die Politik folgt aber weiterhin den Vorstellungen der USA und schweigt. Ein Investor sprach von einem “Eigentor von historischem Ausmaß”.

Stures Festhalten an Russland-Sanktionen aus zweifelhaften Gründen

Dummheit

Russland-Sanktionen: Eigentor & Geistige Umnachtung

Die von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen waren “gelinde ausgedrückt” eine falsche Entscheidung, angetrieben von der Hegemonie der USA.

Von einem “Eigentor von historischem Ausmaß” spricht der Mitbegründer und Inhaber der Investmentgesellschaft “Prosperity Capital Management” Mattias Westman. Die wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen Russland seien die falsche Strategie zu einem falschen Zeitpunkt. Die erste Welle der Sanktionen wurde mit dem Beitritt der Krim zu Russland verhängt, obwohl die Krim-Bevölkerung die Rückkehr nach Russland zu einem Anteil von mehr als 90 Prozent befürwortete. “Und auch angesichts der Lage in der Ostukraine würden die Menschen auf der Krim eine Rückkehr zu den alten Verhältnissen nicht akzeptieren”, so Westman in einem Gastbeitrag für Focus Online.

Zu den weiteren Begründungen für die Sanktionen werde die Hinderung Russlands an weiteren “Aggressionen” genannt. So solle Moskau daran gehindert werden, in andere Länder wie die Ukraine, Polen oder nordischen Staaten einzumarschieren. Diese Gründe haben jedoch keine Substanz, denn für derlei Pläne habe es nie Anzeichen gegeben. Wollte Russland z.B. in Kiew einmarschieren, hätte es dies einfach machen können. Die Sanktionen waren sicherlich nicht hinderlich, so Westman.

Der Westen habe sich aus geostrategischer Sicht ein “Eigentor von historischem Ausmaß” geschossen. Für die Nachkriegsweltordnung sieht der Investor eine ernsthafte Bedrohung, “und diese Bedrohung geht nicht von Russland aus”. Derzeit sei der “aufsteigende und hochgradige Unruhestifter China” die Herausforderung. China versuche gerade, das derzeit bestehende unipolare weltweite System auszuhebeln. Der Westen habe Russland dazu gebracht, sich China zuzuwenden. Dies “darf man ihm durchaus als Akt geistiger Umnachtung auslegen”.


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