Schuldenquote EU und Eurozone im 3.Quartal 15 etwas abgetragen


Innerhalb des dritten Quartals 2015 ist die Schuldenquote in der EU sowie im Euroraum leicht gefallen. Mit den höchsten Quoten in den Ländern Griechenland, Italien und Portugal sind damit gleich die alten wie auch neuen Sorgenkinder festgelegt.

Griechenland, Italien und Portugal führend in der Schuldenquote

EU

Bis 60% ist es noch ein sehr weiter Weg

Die Schuldenquote der gesamten Europäischen Union sowie der Eurozone ist im dritten Quartal 2015 etwas gesunken. Innerhalb der EU28 sank der Schuldenstand im Bezug zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresvergleich von 86,9 auf 86,0 Prozent. Die Schuldenquote der Länder in der Eurozone sank im gleichen Zeitraum von 92,3 auf 91,6 Prozent.

Ende Septmeber 2015 hatten Griechenland (171,0%), Italien (134,6%) und Portugal (130,5%) die höchsten Schuldenquoten. Den niedrigsten Schuldenstand zum BIP wiesen Estland (9,8%), Luxemburg (21,3%) und Bulgarien (26,9%) auf.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2014 kletterte die Schuldenquote in Slowenien (+6,2 Prozentpunkte), Österreich (+4,6) und Zypern (+4,1) am stärksten an. Die größten Rückgänge wurden in Irland (-13,2 Prozentpunkte), Griechenland (-6,6 Prozentpunkte), Lettland (-4,8) gemessen. Die Schuldenquote Deutschlands verringerte sich innerhalb des dritten Quartals um -3,5 Prozentpunkte.

Frankreichs Schuldenquote bewegt sich inzwischen bei 100%, nach einem Zuwachs um rund 3 Prozentpunkten in den Monaten Juli bis September 2015. Für die Berechnung der Schuldenquote Griechenlands wurde offenbar die Summe des gewährten dritten “Hilfspakets” (gut 80 Mrd. Euro) außen vor gelassen.

Mit einer durchschnittlichen Schuldenquote von über 91 Prozent innerhalb der Eurozone ist die “Maastrichter Grenze” von 60 Prozent nach wie vor um rund 50 Prozent überschritten. Bis zur (theoretischen) Einhaltung der Verträge wäre es noch ein sehr weiter Weg. Dazu müsste die Gemeinschaftswährung in erster Linie noch einen langen Atem vorweisen.


Tarifomat24.de

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