Schuldenquote Eurozone dürfte 100 % geknackt haben


Die Entwicklung der öffentlichen Schulden, der konjunkturelle Einbruch und die daraus resultierte Anhebung der Schuldenquote ist beispiellos. Dabei handelte es sich beim rasanten Anstieg während des dritten Quartals noch um “gelockerte” drei Monate.

Marke von 100 % in der Eurozone dürfte bereits überwunden sein

Schulden

Beispiellose Schuldenaufnahmen bei gleichzeitigen Konjunktureinbrüchen

Die öffentlichen Schulden im Euroraum nähern sich mit sicheren Schritte der Marke von 100 Prozent an. Ende des dritten Quartals 2020 berechneten die Statistiker von Eurostat eine Schuldenquote in Höhe von 97,3 Prozent. Im gleichen Zeitraum kletterte die Schuldenrate sämtlicher Länder in der EU auf 89,8 Prozent an. Ein Jahr zuvor lag die jeweilige Schuldenquote bei 85,8 Prozent in der Eurozone und bei 79,2 Prozent in der EU.

Für die Schuldenquote sind generell zwei Faktoren notwendig. Einmal die aufgenommenen Schulden und dazu die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Schuldenquote kann bei aufgenommenen Schulden anhand einer Steigerung der Wirtschaftskraft durchaus kompensiert werden. Allerdings waren die Voraussetzungen im Zuge des vergangenen Jahres aufgrund der politisch verordneten Lockdowns denkbar schlecht.

Deshalb sorgten die als Gegenmaßnahmen der selbst verursachten Lockdown-Schäden angedachten neu aufgenommenen Schulden in extremer Höhe auf der einen Seite und gleichzeitig die steil abgestürzte Konjunktur auf der anderen Seite für einen entsprechend hohen Anstieg der Schuldenquote.

Gemäß den Statistikern nahmen im Euroraum Ende des dritten Quartals 2020 mit 82,3 Prozent die Schuldverschreibungen den Löwenanteil ein. In der EU lag der Anteil bei 82,1 Prozent und damit annähernd gleichauf. Kredite sind mit anteilig 14,5 Prozent (Eurozone) bzw. 14,8 Prozent (EU) beteiligt. Der Anteil von Einlagen und Bargeld nahm 3,3 Prozent (Eurozone) bzw. 3,1 Prozent (EU) ein.

Die Entwicklungen nach dem September 2020 dürften zu noch düsteren Zahlen geführt haben. Im Zuge des dritten Quartals war immerhin noch von “Lockerungen” die Rede, während es im Laufe des vierten Quartals erneut aufgrund von Verordnungen zu Massen-Zwangsschließungen kam.

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