Söder hegt Zweifel an Griechenlands Verbleib in Eurozone


Bayerns Finanzminister Markus Söder hegt Zweifel daran, dass Griechenland auf Dauer in der Eurozone verbleiben könne. Der ESM alleine werde es nicht richten können. Die Teilnahme des IWF sei eine Voraussetzung.

EZB sollte EU-Bundesbank werden, nicht Goldman Sachs Niederlassung

EU-Fetzen

Griechenland werde es auf Dauer nicht schaffen

Es gebe berechtigte Zweifel, dass das von Schulden gebeutelte Griechenland auf Dauer in der Währungsgemeinschaft verbleiben könne. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) erklärte gegenüber Handelsblatt, dass es Griechenland „wohl dauerhaft in der Euro-Zone nicht schaffen“ werde. Eine nächste Kredittranche für Griechenland dürfe es nur geben, wenn sich der Internationale Währungsfonds (IWF) beteilige.

Alleine mit dem Euro-Rettungsfonds ESM innerhalb einer „europäischen Kungelrunde“ werde es nicht funktionieren.

Nun müssen „wir uns ehrlich machen und über einen Plan B diskutieren“, so Söder. Kritik äußerte der bayerische Finanzminister über die Europäische Zentralbank (EZB) und ihre Geldpolitik der Nullzinsen. „Die EZB war als eine europäische Bundesbank konzipiert und nicht als eine Niederlassung von Goldman Sachs“.

Die Bundesrepublik sei aufgrund ihrer Rolle als größter Anteilseigner eine klare Position formulieren. Die Europäische Zentralbank sei zwar unabhängig, aber nicht allmächtig. Die Finanzpolitik werde im Wahlkampf zur Bundestagswahl eine gewichtige Rolle spielen. „Die Union hat ein Urversprechen abgegeben: Der Euro wird so stabil sein wie die Deutsche Mark“, erinnerte Söder.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.