Steigender Arbeitsdruck dank Globalisierung


Der Arbeitsdruck auf die Erwerbstätigen steigt stetig weiter. Immer komplexere Aufgaben innerhalb kürzeren Zeiten sind zu erledigen. Die angestrebte Globalisierung dürfte diesem Treiben weiteren Auftrieb geben.

Arbeitnehmer müssen billiger und effektiver werden

Sklavenhandel

Arbeitsmarkt: Die Ketten sind lediglich unsichtbar

Ein größeres Arbeitspensum innerhalb der gleichen Zeit, oder die gleiche Arbeit in einer geringeren Zeit erledigen. Die Effektivitätssteigerung bei den Arbeitnehmer sei an ihre Grenzen gestoßen. Damit Unternehmen nach wie vor ihre “finanzmarktgesetzlichen” jährlichen wirtschaftlichen Zuwächse erreichen können, wäre eine gleichbleibende oder geringere Entlohnung der Arbeitnehmer möglich. Auf der einen Seite ließe es sich mit der Einstellung weniger anspruchsvoller Arbeitnehmer umsetzen und auf der anderen Seite mit Mehrarbeit ohne anteilige Vergütung.

Gehandelt wird in diese Richtung ohnehin schon längst. Der propagierte Fachkräftemangel soll kompensiert werden durch “hochqualifizierte” Zuwanderer aus Drittländern und für die bereits in Lohn und Brot stehenden Menschen steigt der täglich Druck immer weiter. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung kam anhand einer Studie zum Ergebnis, dass sich die Arbeit in Büros, Fabriken und Servicebereichen immer mehr verdichte. Diese Entwicklung sei in etwas mehr als 80 Prozent der Betriebe feststellbar.

Das WSI befragte dafür annähernd 2.300 Arbeitnehmervertreter in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten und einem Betriebsrat. Demnach gaben 81 Prozent an, dass in den vergangenen Jahren die Arbeitsmenge der Beschäftigten zugenommen habe. Von den Arbeitnehmern werde mehr Leistung und auch mehr “Multitasking” erwartet. 71 Prozent der befragten Arbeitnehmervertreter berichteten von immer komplexeren und vielfältigeren Aufgaben. Beschäftigte müssten dazu immer mehr Projekte zur gleichen Zeit bearbeiten, so 65 Prozent der Befragten. Die Zahl der bezahlten Überstunden stieg bei 62 Prozent an.

Das Mehr an abverlangten Aufgaben hat seinen Preis. Dies zeigen auch die ansteigenden mit dem Berufsleben zusammenhängenden gesundheitlichen Probleme. Mehr als drei Viertel (77 %) sieht einen Zusammenhang zwischen Arbeitspensum und gesundheitlichen Schwierigkeiten. Dazu verschlechtere sich das Betriebsklima (68 %) und die Qualität der Arbeit ließe ebenfalls nach (47 %).

Die nach wie vor auf der Agenda stehende “Globalisierung” der Märkte dürfte diese Entwicklung noch weiter beschleunigen.

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