Überlastete Bauunternehmen verhindern Wohnungsbau-Ziel


Die Auftragsbücher der Bauunternehmen sind zum Bersten gefüllt und deren ausgelasteten Kapazitäten verhindern zu einem Großteil das von der Bundesregierung gesteckte Ziel des beschleunigten Wohnungsbaus. Warum eine Enteignung der Grundstücksbesitzer eine Lösung darstellen sollte, ließe sich nur schlecht erklären.

Höhere Kapazitäten der Bauunternehmen erforderlich

Aussichtswohnung

Wohnungsbau stockt aufgrund zu geringer Kapazitäten

Im Bundesgebiet werden Wohnungen gebaut wie schon lange nicht mehr und im Jahr 2018 wurde sogar ein Rekord aufgestellt, so das ifo Institut. „Im vergangenen Jahr dürften erstmals seit 2001 wieder mehr als 300.000 Wohnungen fertiggestellt worden sein“, so Ludwig Dorffmeister, Bauexperte des Instituts. Es wäre allerdings noch mehr drinnen, wenn die ohnehin schon stark ausgelasteten Bauunternehmen höhere Kapazitäten zur Verfügung hätten. Dies sei u.a. ein Grund, warum die Bundesregierung ihr gestecktes Ziel bei 350.000 bis 400.000 Wohnungen pro Jahr deutlich verfehlen werde. In der Mitte der 90-er Jahre lag die Zahl der jährlich neu errichteten Wohnungen bei gut 600.000.

Im Jahr 2018 entfielen demnach rund 105.000 Wohneinheiten auf Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 155.000 Wohnungen auf Mehrfamilienhäuser. Die weiteren rund 40.000 Wohnungen fielen auf bestehende Gebäude sowie in neuen Nicht-Wohngebäuden.

Aus derzeitiger Sicht werde die Zahl der neu gebauten Mehrfamilienhäusern bis zum Jahr 2021 auf voraussichtlich rund 190.000 Einheiten ansteigen. Ein Gros der Baugenehmigen läge bereits vor. Der ifo-Experte rechnet auch mit einer hohen Auslastung der Baubranche bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein. Die aktuell rückläufige Zahl der Baugenehmigungen werde daran kaum etwas ändern.

Dass vor allem die ausgelasteten Kapazitäten der Unternehmen zum ausgebremsten Wohnungsbau führen, wirft die Frage auf, warum ausgerechnet eine von den Grünen ins Gespräch gebrachte Enteignung der Grundstücksbesitzer für einen Vorschub sorgen können sollte. Selbst ein entrissenes Grundstück bietet noch kein fertiges Haus.

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