Bereits vor dem „Lockdown-Light“ im November zeigte das Verarbeitende Gewerbe in den Bereichen Beschäftigtenzahl, geleistete Arbeitsstunden und entrichtete Entgelte leichte Schwächen. Damit dürften die im November eingeleiteten und Mitte Dezember verschärften Verordnungen im „Kampf gegen Corona“ zu erneuten massiven Einbrüchen führen.

Lediglich die Pharma-nahe Chemie-Branche verzeichnete Zuwächse

Industriegewerbe
Nur Chemie-Branche konnte im Oktober weiter zulegen

Das Verarbeitende Gewerbe zeigte bereits vor dem Anfang November verordneten „Lockdown-Light“ erste Schwächen nach einer kleinen Phase der Erholung. Im Oktober 2020 lag die Zahl der im Verarbeitenden Gewerbe geleisteten Arbeitsstunden bei insg. 699 Millionen Stunden und somit um 4,8 Prozent weniger als im gleichen Vorjahres-Monat. Gleichzeitig rutschte die Zahl der in dieser Branche Beschäftigten um 166.000 bzw. um 2,9 Prozent ab, so Destatis. Gegenüber dem Vormonat lag die Beschäftigtenzahl im Verarbeitenden Gewerbe um 0,2 Prozent niedriger. Im September lag die Zahl der Beschäftigten noch um 0,2 Prozent höher als im August.

Lt. Destatis waren vom Rückschritt fast sämtliche Branchen innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes betroffen. So erwischte es wiederholt die Unternehmen im Bereich Metallerzeugung und Metallbearbeitung besonders schwer. In dieser Sparte ging die Beschäftigtenzahl um 6,2 Prozent zurück. Ähnlich deutlich rutschte mit -4,5 Prozent die Zahl der Beschäftigten bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren ab. Der Maschinenbau zählte Ende Oktober um -4,5 Prozent weniger Beschäftigte. Die Branche der elektrischen Ausrüstungen minderte die Beschäftigtenzahl um 3,8 Prozent und Zulieferer von Kfz-Teilen um 3,2 Prozent.

Aufwärts ging es lediglich bei den Unternehmen im Bereich chemischer Erzeugnisse mit einer Zunahme der Beschäftigten um 1,6 Prozent.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei der Betrachtung der Zahlen die Kurzarbeiter vollwertig als Beschäftigte gezählt werden. Das sei auch der Grund, warum die Entwicklungen in der Kurzarbeit nicht separat dargestellt sind. Somit tauchen auch nicht Veränderungen im Bereich der Kurzarbeit nicht in den Statistiken der Erwerbstätigenzahl auf.

Die im Verarbeitenden Gewerbe gezahlten Löhne und Gehälter betrugen im Oktober 2020 rund 22,9 Milliarden Euro und damit um 3,8 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Kurzarbeits-Bezüge seien lt. Destatis jedoch kein Bestandteil der gemessenen Entgelte.

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