Die Unternehmen setzten verstärkt auf unbefristete Arbeitsverträge und weniger auf befristete Anstellungen. Eine IW-Studie will aufzeigen, dass die willkürliche Befristung ein Mythos sei.

Arbeitgeber sind wirtschaftlichen Unsicherheiten ausgesetzt

Industrie
Mehr Betriebe setzten auf unbefristete Arbeitsverhältnisse

Zukunftspläne im größeren finanziellen Ausmaß erfordern beim „normalsterblichen“ Arbeitnehmer mindestens stabile Beschäftigungsverhältnisse mit gesichertem Einkommen. Doch der Erwerb eines Eigenheims wird nicht nur durch rapide ansteigende Immobilienpreise erschwert, sondern auch zusätzlich durch wachsende Unsicherheiten aufgrund eines befristeten Arbeitsplatzes. Die Zeit arbeitet somit gegen die Traumerfüllung z.B. die eines Eigenheims.

Soweit die Immobilienpreis unübersehbar in die Höhe schnellen, so ungerechtfertigt sei allerdings der Vorwurf, immer mehr Arbeitnehmer hätten lediglich eine befristete Anstellung. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach stellten z.B. zwischen den Jahren 2012 und 2017 mehr als 40 Prozent der deutschen Unternehmen mehr Beschäftigte mit einem unbefristeten Vertrag ein. Lediglich 11 Prozent der Betriebe bauten die Belegschaft mit befristeten Verträgen aus.

Es gebe daher keine Erkenntnis, dass immer mehr Arbeitgeber verstärkt auf befristete Arbeitsverältnisse setzten, auch wenn dies eine weit verbreitete Überzeugung sei. Im erfassten Zeitraum ist die Zahl der befristet Angestellten von 2,64 auf 2,55 Millionen gesunken, so das IW. Gleichzeitig stieg aber die Gesamtzahl der Beschäftigten an.

Dominant seien befristete Arbeitsverträge in den sog. atypischen Erwerbsformen und dazu zählten Werk- und Zeitarbeitsverträge. Lediglich 9 Prozent der Betriebe hoben die Zahl dieser atypischen Beschäftigungen an, ohne auch gleichzeitig die unbefristeten Arbeitsplätze zu erweitern.

Das IW kommt zum Ergebnis, dass Unternehmen ebenso den Unsicherheiten ausgesetzt seien wie Arbeitnehmer. Eine große Rolle spiele die wirtschaftliche Entwicklung in Verbindung mit einer ungewissen Zukunft. Das zeige sich darin, dass die wirtschaftliche Lage bis zum Jahr 2017 als sehr stabil galt und bis dahin verstärkt unbefristete Arbeitsverhältnisse eingegangen wurden. Die willkürliche Befristung der Arbeitsverträge sei daher ein Mythos.

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