Wirtschaftsaufschwung im 3. Quartal 2020 kräftiger als “gedacht”


Der wirtschaftliche Aufschwung im dritten Quartal 2020 fiel besser aus als vorher angenommen. Treibende Kraft waren vor allem die Privatkonsumenten. Der größte Lob fiel jedoch auf die Konsumausgaben der öffentlichen Hand.

Wirtschaft dennoch von Lockdown-Krise schwer gezeichnet

Weltwirtschaft

Quartalsbezogen konnte Wirtschaft deutlich zulegen

Der wirtschaftliche (relative) Aufschwung im dritten Quartal 2020 fiel lt. Destatis etwas stärker aus als bei den Ende Oktober berechneten (vermuteten) Angaben. Demnach lag der Zuwachs in den Monaten Juli bis September bei 8,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Mit einer kräftigen Brise Euphemismus erklärten die Statistiker das dritte Quartal 2020 als ein Aufhol-Quartal nach dem kräftigen Rückgang im zweiten Quartal. In diesen drei Monaten brach die Wirtschaft aufgrund der mit Corona begründeten politisch verordneten Lockdown-Maßnahmen massiv ein. Gegenüber dem letzten Quartal 2019 lag das Wirtschaftsvolumen im dritten Quartal 2020 immerhin noch um 4,0 Prozent niedriger.

Privathaushalte: Konsum gut – Müllproduktion schlecht

Wieder leistete der Privatkonsum mit einem Anstieg um 10,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal die größte Unterstützung für das Wachstum. Diese Lobpreisung gilt jedoch nur im Bezug zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und endet genau dann, wenn der Konsument aufgrund “seiner” Müllproduktion öffentlich an den Pranger gestellt werden soll.

Bundesbehörde lobt öffentliche Hand in hohen Tönen

Die Destatis-Statistiker hielten auch den Anstieg des Konsums der öffentlichen Hand als erwähnenswert und bezifferten diesen mit 0,8 Prozent im dritten Quartal (2,2 % im 2. Quartal). Da es sich mit Destatis um eine Bundesbehörde handelt, erscheint der Hinweis darauf, dass der “Staatskonsum” in den ersten drei Quartalen des Jahres das Wirtschaftswachstum stabilisierte, als selbstverständlich. Dieser “Schub” bestand anteilig aus einem Anstieg um 16 Prozent für Investitionen in Geräte, Fahrzeuge und Maschinen. Investitionen in Baumaßnahmen gingen dagegen um 2,0 Prozent zurück. Als wenn es keinen Anlass gäbe, Gebäude im Besitz der öffentlichen Hand zugunsten der “Klimaneutralität” zu sanieren.

Das Prinzip Kapital-Export blieb erhalten

Immerhin konnte das Modell des kontinuierlichen Kapital-Exports aufrecht erhalten werden. Im dritten Quartal 2020 stiegen die Exporte (preis-, saison- und kalenderbereinigt) um 18,1 Prozent an. Die Importe stiegen im gleichen Zeitraum um 9,1 Prozent an. Damit stehen die Chancen gut, auch Ende diesen Jahres den Handelsbilanzüberschuss in höchsten Tönen zu bejubeln.

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