Das Wohnen zur Miete wird für immer mehr Haushalte in der Bundesrepublik unbezahlbar. In einigen Regionen reicht das verfügbare Netto-Einkommen gerade dazu aus, um sich nur noch 10 Prozent der Wohnungen leisten zu können. Die anderen 90 Prozent sind schlicht zu teuer.

Mehr als 40 Prozent vom Netto-Einkommen nur für Kalt-Miete

Miethaus
Mietpreise werden unbezahlbar

Die ansteigenden Preise für Neumieten laufen den Zuschlägen bei Einkommen auf und davon. Eine vom ARD-Magazin Panorama in Auftrag gegebene Studie deckt auf, dass sich immer weniger Haushalte im Bundesgebiet die Miete einer Neubauwohnung leisten können. Trotz der angetriebenen Baumaßnahmen steigen die Preise immer weiter und inzwischen müssen lt. Studie über 27 Prozent des Nettoeinkommens für die Miete aufgewendet werden. Das gelte nicht nur in den Großstädten wie Berlin, Frankfurt oder Dortmund, sondern auch in den mittelgroßen Städten wie Wilhelmshaven, Jena oder Rostock.

In Berlin ist für die Bezahlung der Miete einer 3-Zimmer-Neubauwohnung bereits 41,3 Prozent des Netto-Einkommens fällig. Die Mietbelastungsquote in Frankfurt liegt mit 40,7 Prozent ebenfalls extrem hoch. Im Schnitt kostet in dieser Stadt die Miete für eine 3-Zimmer-Neubauwohnung 1.450 Euro, kalt versteht sich. Deutlich darunter liegen die Preise z.B. in Leipzig, wo rund 1.012 Euro für einen vergleichbaren Wohnraum fällig werden. Allerdings liegt die Mietbelastungsquote bei 37,5 Prozent und damit ebenso sehr hoch. Grund dafür ist das wesentlich geringere Durchschnittseinkommen in dieser Region.

Ausgehend von einer Mietbelastungsquote von 27 Prozent kann sich somit ein durchschnittlicher Haushalt in Leipzig, Augsburg oder Frankfurt rund 90 Prozent der dortigen Neubauwohnungen gar nicht leisten.


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