Die Natur hielt sich im Jahr 2022 bei ihrem Verursachen von Schäden an Kraftfahrzeugen durch Sturm, Hagel und Überschwemmungen etwas zurück. Die Kasko-Versicherer meldeten einen um rund 10 Prozent niedrigeren Schadenstand als im langjährigen Durchschnitt.

Versicherer hatten mehr „erwartet“

Sturmschaden
Natur war in 2022 etwas bescheidener unterwegs

Die Kfz-Versicherer hatten im Jahr 2022 „überraschende Minderausgaben“ für Schäden an Kasko-versicherten Fahrzeugen aufgrund von Naturgewalten. Insgesamt beglichen die Kasko-Versicherer rund 900 Millionen Euro und damit um rund 10 Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt. Die Natur war inmitten ihres „Wandels“ offensichtlich entgegen jeglichen Modellrechnungen etwas zurückhaltender als „erwartet“. Weniger Sturm-, Hagel- und Überschwemmungsschäden, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Man ging von 1 Mrd. Euro aus

Die von der Natur verursachten Schäden lagen „rund zehn Prozent unter dem erwartete Wert für 2022§, so GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die Versicherer zählten demnach rund 290.000 Schäden an Kraftfahrzeugen in einer Gesamtsumme von 900 Millionen Euro. Wäre das Jahr 2022 durchschnittlich verlaufen, dann müsste die Schadensumme bei rund 1 Milliarde Euro liegen. Damit wurden die Kfz-Versicherer um ca. 100 Millionen Euro weniger belastet als es sich die Versicherungsmathematiker ausmalten. In diesem Zuge musste GDV naturgemäß die massiven Schäden im Ahrtal im Jahr 2021 erwähnen. Diese Katastrophe kostete den Versicherer rund 1,8 Milliarden Euro, allerdings mit den Preisen von 2022.

In Hessen war es relativ ruhig

Im Jahr 2022 blieben die Bewohner Hessens und deren Kraftfahrzeuge von Naturgewalten weitgehend verschont. Dort lag im vergangenen Jahr die Schadenquote bei 2,5 Fällen pro 1.000 kaskoversicherte Fahrzeuge. Deutlich aktiver war die Natur mit „ihrem Klima“ dagegen in Bayern und Rheinland-Pfalz. Während in Bayern 8,8 Fahrzeuge pro 1.000 zu Schaden kamen, waren es in Rheinland-Pfalz sogar 17,4.

Triple-Sturm im Februar 2022

Die größten Schäden auf das Jahr verteilt kamen im einzelnen Monat Februar vor. Quasi wie an einer Kette gereiht fegten die drei Orkane Ylenia, Zeynep und Antonia nacheinander über das Land hinweg. Deren Schäden beliefen sich auf rund 125 Millionen Euro, so GDV.

Die Versicherungsschäden durch Naturgewalten an Kraftfahrzeugen betreffen lediglich die kasko-versicherten Kfz. Eine einfache Haftpflicht kommt für derlei Schäden nicht aus. Für die finanzielle Absicherung des Fahrzeuges gegen die Auswirkungen von Naturgewalten reicht bereits eine sog. Teilkasko-Versicherung. Diese wie auch die Vollkasko-Versicherung decken Schäden durch Blitz, Hagel, Sturm und Überschwemmungen.

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