Altersrückstellung: PKV handhabt Niedrigzinsen erfolgreich


Die Privatkrankenversicherer konnten mit der dauerhaften Niedrigzinsphase offenbar gut umgehen. Der Kapitalpuffer für die Altersrückstellung der Versicherer stieg erstmalig auf über 270 Milliarden Euro an.

Niedrigzinsvorgaben der EZB blieben dennoch nicht ohne Folgen

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Altersrückstellung um rund 80 % angewachsen

In der Privatkrankenversicherung (PKV) wird ein Teil der monatlichen Beiträge für den Kapitalaufbau als Rücklage verwendet. Die sog. Altersrückstellung in der PKV soll eine deutliche Prämienanhebung mit dem steigenden Alters des Versicherten verhindern. Ältere Menschen verursachen in der Regel höhere Gesundheitskosten als jüngere.

Nun sind aber auch die Privatversicherern den Kapitalmärkten und deren Vorgaben auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Die Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) bieten jedoch alles andere als ein einladendes Umfeld. Im Zuge der sog. Finanzkrise rutschte der in der Eurozone geltende Leitzins rapide in die Tiefe und verharrt seit März 2016 bei 0 Prozent. Dennoch scheinen die Privatversicherer mit diesen Widrigkeiten gut umgehen zu können. Die Kapitalanlagen für die Altersrückstellung haben im Oktober 2019 die Rekordmarke von 270 Milliarden Euro überschritten, so der Verband der Privaten Krankenversicherung. Der Zuwachs seit dem Höhepunkt der „Finanzkrise“ im Jahre 2009 betrug somit 80 Prozent bzw. um 125 Milliarden Euro.

Dennoch sei die Niedrigzinspolitik der EZB auch an der Privatkrankenversicherung nicht spurlos vorübergegangen. Die Erträge fielen gemäß den Zinsvorgaben entsprechend niedriger aus, ebenso wie die Renditen der Banken und Kleinsparer. Dennoch konnte die Branche der PKV im Jahr 2017 mit einer durchschnittlichen Jahresnettoverzinsung von ca. 3,5 Prozent ordentlich abschneiden. Das Prinzip der Altersrückstellung kommt auch in der Privatpflegeversicherung zur Anwendung. Anteilig fallen hierfür rund 37 Milliarden Euro Kapitalpuffer ab.

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