Eigenanteil für Pflege inzwischen bei über 1.900€


Die Erstattungen der gesetzlichen Pflegeversicherung und die in Rechnung gestellten Pflegeleistungen der Heime klaffen immer weiter auseinander. Die Differenz darf der betroffene Patient selbst ausgleichen und diese beträgt aktuell im Schnitt mehr als 1.900 Euro pro Monat.

Pflegereformen entlasten Pflegebedürftige kaum

Pflegegesetz

Mehr finanzielle Überlastung in der Pflege

Der finanzielle Eigenaufwand für Pflegebedürftige steigt immer weiter an und zwar rasant. Die Maßnahmen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (SPD) auf dem Gebiet der gesetzlichen Pflege betreffen in erster Linie die Erweiterung des Pflegepersonals und das Näherkommen einer angemessenen Bezahlung, nicht jedoch in die finanzielle Entlastung der betroffenen Patienten. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist konzipiert als eine „Teil-Versicherung“ für die Deckung der wesentlichen Pflegeleistungen und so wird es voraussichtlich auch bleiben. Je nach Pflegegrad (nach neuen Maßstäben) und Pflegeort nehmen die „Nebenkosten“ jedoch einen gehörigen Anteil der Gesamtpflegekosten ein. Diese sind vom Pflegepatienten selbst zu tragen.

Der PKV-Verband erhebt regelmäßig die in der eigenen Datenbank gesammelten Daten rund um die Pflegeversorgung und berechnet daraus die sog. „Pflegelücke“. Demnach ging diese Lücke auch in diesem Jahr um ein weiteres Stück auseinander. Diese Pflegelücke, welche die Unterbringung in einem Heim berücksichtigt, beträgt aktuell 1.928 Euro im bundesweiten Durchschnitt. Dieser Betrag ist vom Betroffenen selbst zu bezahlen. Ein Jahr zuvor lag dieser Betrag um 115 Euro niedriger.

„Glück im Unglück“ haben die Pflegefälle im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Für dieses Bundesland berechnete der PKV-Verband einen durchschnittlichen Eigenanteil in Höhe von 1.346 Euro pro Monat, gefolgt von Sachsen (1.350 Euro) und Sachsen-Anhalt (1.401 Euro). Die regionalen Unterschiede sind erheblich und am tiefsten müssen die Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen in die Tasche greifen. Dort liegt der aktuelle Eigenanteil bei 2.406 Euro jeden Monat. Besonders hoch sind auch die finanziellen Belastungen im Saarland mit 2.301 Euro und in Baden-Württemberg mit 2.250 Euro.

Der Eigenanteil für die betroffenen Pflegepatienten ist mit der Pflegereform 2017 neu zusammengestellt worden. Dieser orientiert sich nun nach den Kosten für Verpflegung und Unterkunft, den Investitionskosten sowie den pflegebedingten Kosten der Plegegrade 1 bis 5 (EEE). In Nordrhein-Westfalen besteht der Eigentanteil aus 874 Euro EEE, 1.010,75 Euro für Verpflegung und Unterkunft sowie 521 Euro für Investitionskosten.

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