Finanzielle Risiken Pflegefall völlig unterschätzt


Die finanziellen Risiken eines Pflegefalls werden nach wie vor völlig unterschätzt. Viele glauben sogar daran, dass die gesetzliche Pflegeversicherung für sämtliche Kosten aufkommen werde und ein anderer Teil unterschätzt den erforderlichen Eigenanteil erheblich.

Pflegekosten derzeit bei 1.800 Euro pro Monat

Altersvorsorge

Extrem hoher Eigenanteil für Pflege - Überraschung?

Nach derzeitigem Wissensstand dürften die meisten künftigen Pflegebedürftigen angesichts der tatsächlich anfallenden Pflegekosten aus allen Wolken fallen. Nicht nur dass viele Bundesbewohner nicht wissen, wie hoch die Kosten z.B. für einen stationäre Pflege liegen, sondern auch gar nicht wissen, dass sie für einen erheblichen Teil der Gesamtkosten selbst aufkommen müssen.

Es hat sich offenkundig noch nicht weit genug herumgesprochen, dass es sich mit der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht um eine sog. „Vollkaskoversicherung“ handelt, sondern es sich eher um eine eher mageren Teilkasko handelt. 43 Prozent der Bundesbewohner ab 18 Jahren wissen nicht, dass die gesetzliche Pflegeversicherung die Kosten nicht vollumfänglich übernimmt, sondern sie gehen davon aus, dass auch ein Platz im Pflegeheim voll übernommen werde. Das ergab eine von der Postbank beauftragten Kantar Emnid-Umfrage. Rund ein Fünftel (21 %) rechnet demnach mit einem eigenen Pflegekostenanteil von weniger als 1.000 Euro pro Monat. Von der Wunschvorstellung immerhin schon weiter weg, aber dennoch völlig unterschätzt. Gemäß einer Auswertung des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) liegen die Kosten derzeit im bundesweiten Durchschnitt bei 1.800 Euro pro Monat. Somit liegen zwei Drittel der Befragten mit der Einschätzung zu den selbst zu leistenden Pflegekosten teils bis völlig daneben.

Pflegefälle und -kosten werden weiter ansteigen

Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte vor Kurzem, dass die Zahl von derzeit rund 3,3 Millionen Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2045 auf rund 5 Millionen ansteigen wird. Gleichzeitig sah diese Studie die weitere Anhebung der Pflegebeiträge als unumgänglich an. Dennoch werden auch höhere Abgaben die jährlich steigenden Pflegekosten nicht im gleichem Umfang decken können. Höhere Eigenanteile für die Pflege sind daher vorprogrammiert.

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt lediglich die wesentlichen Pflegekosten, nicht aber das ganze Kostenpaket rund um die stationäre Unterbringung, z.B. in einem Altenheim. Der Kostenanstieg alleine zwischen den Jahren 2017 und 2018 betrug bundesweit knapp 60 Euro pro Monat. Dieser Faktor wird im Pflegefall wohl ebenfalls völlig unterschätzt.

Selbst ein kleines Vermögen kann schnell aufgebraucht sein

Besonders brisant werden die Pflegekosten für die Betroffenen sein, die nur über eine geringe Rente verfügen und während ihrer Erwerbszeit kein ausreichendes Vermögen aufbauen konnten bzw. wollten. Selbst eine durchaus akkurate Sparsumme von 20.000 Euro könnte im Pflegefall binnen 1,5 Jahre vollständig aufgebraucht sein.

Bevor das Sozialamt für die Übernahme der ausstehenden Pflegekosten einspringt, prüft dieses, ob bei den nächsten Angehörigen, sprich den eigenen Kindern etwas zu holen gibt. Wer sich und seine Angehörigen vor den hohen finanziellen Belastungen im Pflegefall schützen möchte, sollte deshalb privat vorsorgen, so der Rat des PKV.


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