Fitness-Uhren rücken in den Fokus der Krankenkassen – Boni-Programme geplant


Fitness-Uhren rücken in den Fokus der Krankenkassen. Die ersten Gesetzlichen locken mit Boni und Zuschüssen für das Tragen dieser “Mulit-Funktions-Armbanduhren”. Der Anfang von finalen Strafmaßnahmen für Verweigerer?

“Bereitwilliges” Tragen von Fitness-Uhren soll gefördert werden

Transparenz

Mehr Transparenz vom Versicherten

Heute noch ein “Bonus” für Fitness-Uhren und morgen schon teurere Beiträge für die Verweigerung? Die sogenannten Fitness-Armbanduhren sind schon seit einer geraumen Zeit auf dem Markt, haben aber erst mit der Apple Watch kräftig an Aufmerksamkeit hinzugewonnen. Diese mit Funktionen und Apps vollgestopften Armbanduhren versprechen dem Nutzer (wie immer) einen “echten Vorteil”.

Dass z.B. die Modell-Reihe aus dem Hause Apple nach weit weniger als 20 Stunden an das Ladegerät gehängt werden muss und ein iPhone neuerer Bauart für die Funktionalität der Uhr eine Voraussetzung ist, scheint “unwichtig” zu sein. Dafür “brillieren” die Features um so mehr. Dazu gehören z.B. das Erfühlen des Pulses des Trägers, das “Erraten” der gegenwärtigen Aktivität und natürlich das Speichern der Daten, zusammen mit Zeit und GPS-genauem Ort. Diese Daten können aufbereitet an einem Interessenten abgeschickt werden und dazu zählen auch die Krankenkassen.

Wie sehr interessiert die Krankenkassen an der Herzfrequenz und den Kalorienverbrennungen ihrer Mitglieder sein können, zeigen die AOK und die TK. Beide gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) wollen nun Boni für die Anschaffung solcher (“Überwachungs-“) Fitness-Uhren zahlen. Die AOK Nordost plant einen Zuschuss von 50,- Euro alle 2 Jahre und die TK lockt mit einem Zuschuss von 250,- Euro.

Eine Übertragung der von den Uhren gesammelten persönlichen Daten soll es offiziell nicht geben. So lautet zumindest die Erklärung der AOK Nordost gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Man wolle die Träger dieser Fitness-Uhren auch nicht zur Mitteilung jeglicher Daten verpflichten.

Doch wer weiß schon genau, welche Verbindungen ein Smartphone oder auch diese Fitness-Uhren sporadisch aufbauen und welche Details über den Äther gelangen?

Der stellvertretende Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion kritisierte diese Pläne der Krankenkassen. “Die Kassen könnten dann demnächst auch Laufschuhe bezuschussen”, so der Politiker lt. Wirtschaftswoche (Samstag).

Die Laufschuhe müssten wohl über eine Internet-Verbindung verfügen, um für die “Gesundheitskassen” interessant zu werden, auch wenn offiziell gar keine Daten abgefragt würden. Wer will auch in regelmäßigen Abständen die Abnutzung der Schuhe überprüfen?

Es liegt nahe, dass Boni und Zuzahlungen für derlei Fitness-Uhren nur der Anfang zu finalen “Strafmaßnahmen” für Verweigerer sein könnten. Wer seine Körperbewegungen nicht rund um die Uhr überwachen lassen will, muss eben mit höheren Beiträgen rechnen.

ARAG Rechtsschutz

Tarifomat24.de

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