Kosteneinsparung der Krankenkassen durch Druck auf Patienten?


Datenschutz und Befugnisse hin oder her, wenn es um Kosteneinsparungen geht, schrecken auch Krankenkassen nicht vor zweifelhaften Maßnahmen zurück. Kassenpatienten mit Leistungsanspruch werden offenbar vermehrt unter Druck gesetzt.

Betroffene werden von Kassenmitarbeitern telefonisch ausgefragt

Krankenkassen

Die Herzlichkeit der 'Gesundheitskassen' findet bei Kosten oft ein Ende

Die Krankenkassen sind zumindest offiziell darum bemüht die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Zu den entsprechenden Maßnahmen zählt u.a. die Prüfung eines berechtigten Anspruchs auf Krankengeld. Allerdings scheint das Bestreben auf Ausgabenminimierung bei manch Krankenkasse sehr ausgeprägt zu sein. Da wird auch schnell zum Telefon gegriffen, um dem Kassenmitglied auf den Zahn zu fühlen, ob die an ihn geleisteten Zahlungen überhaupt gerechtfertigt seien. Ein zunehmender Trend, so wie die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) aus den vermehrt eintreffenden Beschwerden von Betroffenen Kassenmitgliedern schlussfolgert.

Demnach erhielt bereits eine größere Anzahl von gesetzlich Versicherten mit gegenwärtigem Bezug von Krankengeld einen Anruf seitens der Krankenkasse, mit der Aufforderung diverse Details zu den Lebensumständen Preis zu geben. Die Verbraucherzentrale Hamburg stellt allerdings klar, dass für die Kassenmitglieder zwar eine Mitwirkungspflicht bestehe, aber dies keinesfalls über telefonischem Wege erfolgen müsse. “Niemand muss übers Telefon sensible Informationen weitergeben”, so Dr. Jochen Sunken von der vzhh.

Die von ihren Krankenkassen angerufenen Mitglieder sollten jedoch Auskunft über Behandlungen, Krankheiten und weiteren Detials eine Auskunft erteilen. Sunken bezeichnete das Verhalten der Krankenkassen als dreist. Schließlich handelte es sich um Informationen, die allenfalls an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) weitergegeben müssten und hier sollen die Details auch noch telefonisch übermittelt werden. Betroffene berichteten darüber hinaus von teils “aggressiven oder unterstellenden Telefonaten.” Für Sunken liegt der Grund auf der Hand. Man wolle die Betroffenen unter Druck setzen.

vzhh rät bei einem solchen Vorfall, der Krankenkasse mitzuteilen, dass alle zulässigen Fragen gerne schriftlich mitgeteilt würden. Wiederholen sich derartige Anrufe, sei es ratsam, zuerst direkt bei der Krankenkasse Beschwerde einzulegen und auch die Beschwerde beim Bundesversicherungsamt in Erwägung zu ziehen. Für diesen Fall sollte betroffene Kassenmitglieder ein Protokoll über die Anrufe erstellen und dieses dem Beschwerdeschreiben hinzufügen.

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