Krankenkassen fuhren 2015 rund 1,1 Mrd. Euro Miese ein


Die Krankenkassen fuhren im Jahr 2015 ca. 1,1 Milliarden Euro Verlust ein und ließen damit den Gesundheitsfonds um ein gutes weiteres Stück abschmelzen. Gesetzlich Krankenversicherte können sich für 2017 auf die spürbare Anhebung der Zusatzbeiträge einstellen.

Krankenhauskosten verursachten rund ein Drittel der Gesamtkosten

Gesundheitssystem

Ersatzkassen, IKK und BKK mit dickstem Minus

Das Jahr 2015 kann für die Gesetzliche Krankenversicherung nicht als ein erfolgreiches Geschäftsjahr bezeichnet werden. Das eingefahrene Minus beträgt satte 1,1 Milliarden Euro.

Die Reserven des Gesundheitsfonds sind zwar mit gut 14,5 Milliarden Euro (Stand September 2015) noch gut gefüllt, aber das deutliche Defizit von mehr als 1 Milliarde Euro lässt erahnen, dass sich die Kassenpatienten im kommenden Jahr auf kräftige Anhebungen bei den Zusatzbeiträgen einstellen müssen. Im September 2014 betrugen die finanziellen Reserven noch 15,3 Mrd. Euro.

Die Krankenkassen nahmen nach den Vorläufigen Ergebnissen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ca. 1,14 Milliarden Euro weniger ein als sie für Gesundheitsleistungen und sonstige Posten ausgaben. Die Zuflüsse im Jahr 2015 betrugen 212,42 Milliarden Euro.

Das Gesundheitsministerium erklärte das dicke Minus durch die “Entlastung der Versicherten” in einem Volumen von rund 900 Millionen Euro durch die “niedrigen Zusatzbeiträge”.

Zu den Gesetzlichen Krankenversicherern, die im Jahr 2015 Überschüsse erwirtschafteten, zählen die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sowie die Knappschaft-Bahn-See und die Landwirtschaftliche Krankenversicherung.

Das dickste Minus fuhren mit mehr als 500 Millionen Euro die Ersatzkassen ein, gefolgt von den Innungskrankenkassen (IKK) mit rund 350 Millionen und den Betriebskrankenkassen (BKK) mit ca. 300 Millionen Euro Defizit.

Pro versicherter Person stiegen die Ausgaben um 3,7 Prozent. Den größten Kostenanstieg verursachten die häusliche Krankenpflege (+9%), Schutzimpfungen (+7,8%) und Heilmittel (+6,5%). Der größte Ausgabenposten war mit rund einem Drittel der Gesamtkosten auch im Jahr 2015 die Behandlung im Krankenhaus. Im vergangenen Jahr nahmen die Kosten für Krankenhausbehandlungen um 3,7 Prozent zu.

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