Krankenkassen stockten 2018 Finanzreserven weiter auf


Die Krankenkassen stockten ihre Finanzreserve im Jahr 2018 das dritte Mal in Folge weiter auf. Nach einem Überschuss von 2 Milliarden Euro können die gesetzlichen Krankenversicherungen derzeit auf rund 21 Milliarden Euro zurückgreifen.

Krankenkasse müssten ab 2020 die Reserven kontinuierlich abbauen

Krankenkassenleistungen

Geldreserven der Krankenkassen schwellen weiter an

Die Krankenkassen können nach wie vor in die Vollen greifen. Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenversicherungen kletterten im Laufe des Jahre 2018 um 2 Milliarden Euro auf rund 21 Milliarden Euro in die Höhe. Damit stockten die Krankenkassen ihre „eiserne Reserve“ das dritte Jahr in Folge weiter auf und inzwischen auf das Vierfache, was eigentlich als gesetzliches Mindestmaß vorgegeben ist.

Der Überschuss im Jahr 2018 ist die Folge von rund 241,4 Milliarden Euro Einnahmen gegenüber von 239,4 Milliarden Euro Ausgaben. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Einnahmen um 3,3 Prozent und die Ausgaben um 3,9 Prozent an.

Mit Abstand das dickste Plus fuhren die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit rund 1,1 Milliarden Euro ein. Die Ersatzkassen holten sich einen Überschuss von 561 Millionen und die Betriebskrankenkassen 198 Millionen Euro ein. Weitere „Zugewinner“ waren die Knappschaft-Bahn-See mit 90 Millionen und die Innungskrankenkassen mit 77 Millionen Euro. Die Ausnahme bildet die Landwirtschaftliche Krankenversicherung mit einem Minus von rund 8 Millionen Euro. Allerdings nimmt diese Krankenkasse nicht am Risikostrukturausgleich teil.

Die Zahl der gesetzlich Versicherten stieg im Jahr 2018 um 0,8 Prozent an. Die Ausgaben pro Versicherten stiegen somit um 3,1 Prozent an. Den größten anteiligen Anstieg bei den Ausgaben pro Versicherten verzeichneten die Krankenkassen (GKV) im Bereich der Hochschulambulanzen mit plus 24 Prozent und im Bereich der Psychotherapie mit plus 18 Prozent. Um jeweils 2,3 Prozent stiegen die Ausgaben bei den Behandlungen im Krankenhaus, bei den Ausgaben für Arzneimittel und den vertragsärztlichen Vergütungen. Für Heilmittel lagen die Ausgaben im Jahr 2018 um 10,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Für Zahnersatz leisteten die Krankenkassen pro Versicherten um 0,7 Prozent und bei allgemeinen zahnärztlichen Behandlungen um 1,9 Prozent mehr. Die Nettoverwaltungskosten der Krankenkassen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent pro Versicherten an.

Im Zuge der Veröffentlichung der Zahlen aus dem Jahr 2018 erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass es sich mit dem Beitragsgeldern der Versicherten um keine Sparanlagen der Krankenkassen handelte. Spahn wies auf das Versichertenentlastungsgesetz hin, dies den Krankenkassen (eigentlich) vorschriebe, die Rücklagen ab 2020 binnen drei Jahren unter die gesetzlich vorgegebene Obergrenze von 1 Monatsausgabe zu drücken.


Kosten & Leistungen Krankenkassen berechnen

Jetzt den kostenlosen GKV-Vergleichsservice nutzen:

Familie unter Schirm

  • Leistungsmaximum ausschöpfen
  • Heilmethoden Alternativmedizin
  • Bevorzugte Präventionsmaßnahmen
  • Einsparungen mit Direktversicherung
  • Tarifvergleich gewünschter Leistungen

Versicherungsdaten, Personendaten eingeben, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.