Lockdown & steigende PKV-Kosten – Tarifwechsel möglich


Auf zahlreiche Privatkrankenversicherte können aufgrund der erneuten Lockdown-Verordnung und den voraussichtlich teils drastisch steigenden Beiträgen erhebliche finanzielle Probleme zukommen. Ein Ausweg könnte der Wechsel in einen günstigeren Tarif des gleichen Versicherers sein.

Versicherer leisten bei Tarifwechsel gerne Widerstand

Krankenzusatzversicherung

Steigende Kosten PKV können Versicherte überlasten

Die erneut vorerst für den November ausgesprochene Lockdown-Verordnung wird Unternehmen und Erwerbstätige erneut hart treffen. Insbesondere Freischaffende bzw. Selbstständige hat die erste Lockdown-Welle im Frühjahr bereits arg zugesetzt. Einkommensverluste bis hin zum Totalausfall des bisherigen Einkommens brachten zahlreiche Lockdown-Opfer in finanzielle Bedrängnis. Die ersten Lockerungen im Frühsommer brachten vereinzelt auch wieder steigende Einnahmen ein, doch das Erreichen des Vorjahres-Niveaus hätte bei viel Optimismus noch weitere viele Monate benötigt. Diese Träume sind von Bund und Länderchefs nun vernichtet worden. Das was jedoch bleibt ist die Pflicht zu einer Krankenversicherung und die monatlichen Beiträge wollen irgendwie aufgebracht werden. Dies betrifft insbesondere die Privatkrankenversicherung. Zum Überfluss kündigte nun mit der Debeka der erste gewichtige Krankenversicherer zum Jahreswechsel eine drastische Beitragserhöhung an. Auf die Versicherten kommt im Durchschnitt eine Beitragsanhebung um 17,6 Prozent zu. Eine derartige Steilvorlage dürfte noch zahlreiche weitere Versicherer folgen lassen.

Kunden haben jedoch das Recht zu einem Wechsel in einen günstigeren Tarif, so die Hamburger Verbraucherzentrale (vzhh). Dies treffe auf eine Zusatzversicherung ebenso zu wie auf eine Voll-Krankenversicherung. Im Falle eines Tarifwechsels bleiben die Rechte aus dem bisherigen Vertrag sowie die Altersrückstellungen erhalten. Eine Neubemessung des Gesundheitszustandes und des Alters sei nur zulässig, wenn der Selbstbehalt gemindert oder Mehrleistungen vereinbart werden. Ist der neue Tarif jedoch vergleichbar mit dem bisherigen, dürfe der Versicherer keine Risikozuschläge und auch keine erneute Gesundheitsprüfung verlangen.

Kunden einer Privatkrankenversicherung stoßen bei ihrem Wunsch zum Wechsel in einen günstigeren Tarif oft auf Widerstand, so die Lagebeschreibung von Dr. Jochen Sunken vom vzhh. “Wer abgewimmelt wird, sollte hartnäckig bleiben”, so Sunken.

Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet für diese Fälle einen kostenfreien Musterbrief für die Einholung eines entsprechenden Angebotes vom Versicherer sowie eine individuelle Beratung für Wechselwillige an.

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