Pflegevollversicherung ließe sich durchaus machen


Im Gegensatz zu teils lautstark vorgetragenen Behauptungen sei eine Pflegevollversicherung auf gesetzlicher Ebene durchaus möglich, auch ohne Arbeitgeber und Arbeitnehmer über Gebühren zu belasten.

Pflegevollversicherung als soziale Bürgerversicherung

Pflege

Pflegevollversicherung sei durchaus finanzierbar

Das bisherige Konzept der gesetzlichen Pflegeversicherung dient lediglich der Deckung der grundlegenden Pflegekosten, quasi eine „Teilkasko“-Versicherung. Da die Pflege-Gesamtkosten den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung davoneilen, kommen auf die Betroffenen automatisch höhere Eigenleistungen zu. Doch dies müsste nicht sein, denn es sei durchaus eine Pflegevollversicherung möglich, so das Ergebnis einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung (HBS). Die notwendige höhere Finanzierung sei demnach für Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer überschaubar. Voraussetzung wäre die Ausgestaltung der Pflegeversicherung als eine soziale Bürgerversicherung.

Eine Steilvorlage für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Eine jede gute Pflege müsse für alle Betroffenen bezahlbar sein, doch derzeit verarmten viele Menschen im Pflegefall, so DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Diese Menschen gilt es nun vor der Kostenfalle Pflege zu schützen und dies betreffe vor allem die angekündigten, aber noch nicht vollzogenen Reformen. Die Studie zeige, dass eine volle Plfegeabsicherung bezahlbar wäre. Dennoch werde immer wieder behauptet, dies sei lediglich bei einem enorm ansteigenden Beitragssatz möglich. Gemäß der HBS-Studie brauche es allerdings nur einen geringfügig ansteigenden Beitragssatz um 0,25 Prozentpunkte „im Vergleich zum Status Quo bis zum Jahr 2060“.

Inzwischen sei die Eigenbeteiligung im Pflegefall auf durchschnittlich 1.930 Euro pro Monat angestiegen. Eine Steigerung um 110 Euro seit Oktober 2018. Fast ein Drittel (30 %) der in Heimen untergebrachten Pflegebedürftigen seien aufgrund der Kosten von Sozialhilfe abhängig. Diese Situation werde sich voraussichtlich weiter verschärfen.

Mit erbitterten Widerstand ist zu rechnen

Zu den größten Gegnern einer sozialen Bürgerversicherung zugunsten der Pflegevollversicherung dürfte der Dachverband der Privatkrankenversicherer (PKV-Verband) gehören. Eine Volldeckung der Pflegekosten über die gesetzliche Schiene kann nicht den Interessen der privaten Versicherungswirtschaft entsprechen. Mit entsprechenden Interventionen und eigenen (Gegen-) Studien dürfte wohl zu rechnen sein. Schon alleine der Begriff „soziale Bürgerversicherung“ dürfte angesichts der bisher gescheiterten Ansätze im Rahmen der Krankenversicherung allergische Reaktionen auszulösen.

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