Pflegezusatzversicherung wird immer wichtiger


Die private Pflegezusatzversicherung gewinnt einen immer höheren Stellenwert. Bereits heute kann sich eine große Zahl Betroffener den Eigenanteil nicht mehr leisten und die politischen Weichen sind bereits auf mehr „Eigenverantwortung“ gestellt.

Politik steuert auf unentbehrliche private Pflegeversicherung zu

Pflege-Bahr

Pflegekosten werden in die Höhe schießen

Die privaten Pflegeversicherer können mit Zufriedenheit auf das Jahr 2018 zurückblicken. Offenbar angesichts der teils horrend steigenden Kosten für die persönliche Pflege und der entsprechend mit eilenden Eigenleistung haben deutlich mehr Menschen eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. Nach den ersten Zahlen des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) stieg die Zahl der abgeschlossenen Policen binnen eines Jahres um 2,3 Prozent bzw. um 94.000 Verträge an. Ende des Jahres zählten die Pflegeversicherer rund 3,7 Millionen Pflegezusatzversicherungen.

Kosten und Eigenanteil für Pflege werden ansteigen

Die Berechnungen unterschiedlicher Institute kommen einhellig auf das gleiche Ergebnis. In Zukunft werden die Kosten für die Pflege weiter ansteigen. Strittig sind sich die Experten lediglich darin, wie die Kosten finanziert werden sollen. Die Politik ist dabei hin und her getrieben zwischen dem Wohlwollen ihrer Wähler und dem Eigeninteresse der Wirtschaft. Steigende Beiträge im Rahmen der sozialen Versicherung würden Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber betreffen. Kein Wunder also, dass die Arbeitgebervertreter und ganz besonders der PKV-Verband selbst einen großen Schwerpunkt in die private Pflegezusatzversicherung legen. Jüngst forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (SPD) für Pflegekräfte einen Mindestlohn in Höhe von 14 Euro. Ein für die Pflegekräfte durchaus vertretbarer Vorschlag, jedoch wirft dies wie immer die Frage der Finanzierung auf. Steigende Kosten und verstärkte Herausforderungen sind ohnehin ein Phänomen in der sozialen Versicherung.

Zahl der finanziell Überforderten wird ansteigen

Bereits heute schon ist rund jeder fünfte von der Pflege Betroffener nicht in der Lage, den Eigenanteil für die Pflegeversorgung aus eigenen Mitteln zu stemmen. Die Pflegezusatzversicherung deckt die Finanzierungslücke und schützt somit nicht nur den Betroffenen, sondern auch evtl. vorhandene Kinder. Das Sozialamt klopft zuerst an deren Türe, bevor ein Anspruch auf Sozialhilfe anerkannt werden kann.

Eine Variante der Pflegezusatzversicherung ist die sog. „Pflege-Bahr“. Eine Pflegetagegeldversicherung mit staatlichen Zuschüssen im Rahmen der ergänzenden Pflegeversicherung. In dieser Kategorie stieg lt. PKV-Verband die Zahl der abgeschlossenen Verträge besonders stark an. Der Anstieg der geförderten und ungeförderten Policen kletterte in den vergangenen sieben Jahren um 67 Prozent in die Höhe. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der geförderten Verträge (Pflege-Bahr) um 5,3 Prozent auf 0,9 Millionen an, die der ungeförderten Policen um 1,8 Prozent auf 2,8 Millionen.

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