Zwischenbilanz 2015: Krankenkassen mit rund 400 Mio Euro im Minus


Die gesetzlichen Krankenkassen werden das Jahr 2015 voraussichtlich mit einem kräftigen Minus in den Bilanzen abschließen. In den Quartalen 1 bis 3 betrug das Defizit knapp 400 Millionen Euro. Das Potenzial steigender Zusatzbeiträge wird dadurch sehr groß.

Erhöhung der Zusatzbeiträge wegen “chronischer Defizite”?

Gesundheitskosten

Steigende Kassenbeiträge möglich

Das Bundesministerium für Gesundheit veröffentlichte am Freitag die Bilanzen der gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) bis Ende September 2015. Jahres-Zwischenbilanz: Knapp 400 Millionen mehr Ausgaben als Einnahmen in den Quartalen 1 bis 3. Obwohl die Kassen im dritten Quartal ein plus von 100 Millionen Euro erwirtschafteten, dürfte die Jahresbilanz von einem dicken Minus als Vorzeichen begleitet sein. Einige Krankenkassen könnten bereits die Taschenrechner für die Neuberechnung des Zusatzbeitrags gezückt haben.

Die Mitteilungen der einzelnen Krankenkassen an ihre Mitglieder über etwaige Anhebungen des Zusatzbeitrages gehen in der Regel ab der dritten Dezember-Woche zur Post. Anschließend bleibt es dem Kassenmitglied überlassen, ob er die Kasse wechselt oder eben nicht.

Über den Verbleib oder dem Wechsel zu einer anderen Krankenkasse sollte allerdings nicht die Höhe des Zusatzbeitrages alleine entscheiden. Wichtige Kriterien für die Qualität einer Krankenkassen sind u.a. Leistungsumfang und der Service. Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat erst kürzlich 59 gesetzliche Krankenversicherer unter die Lupe genommen und auf die wichtigen Auswahlkriterien einen Schwerpunkt gelegt.

Der “Preis” stand dabei nicht im Mittelpunkt, sondern die angebotenen Gesundheitsleistungen, die Finanzkraft sowie der Service-Umfang, wenn es mal “darauf ankommt”. Von den untersuchten Krankenkassen zeigten sich 29 mit der Angabe der Gesundheitskosten etwas “knauserig”. Hier beschränkte sich DFSI auf die Bewertung der Schwerpunkte Finanzkraft und Service.

Die drei Top-Krankenkassen mit den besten Bewertungen

  • Techniker Krankenkasse
  • Hanseatische Krankenkasse
  • AOK Baden-Württemberg

Die Techniker Krankenkasse (TK) schnitt nach der Untersuchungsreihe mit der sehr guten Note 1,2 ab. Nicht weit dahinter landeten die Hanseatische Krankenkasse (HEK) und die AOK Baden-Württemberg ebenfalls auf die Top-Positionen.

Offenbar hatten die Krankenkassen, die sich mit der Preisgabe ihrer Gesundheitsleistungen etwas schwer taten, gute Gründe dafür. Das Gesamtbild in der Leistungskategorie liegt eher im Mittelfeld als es zur gehobenen Klasse gezählt werden könnte. Von allen untersuchten Krankenkassen erhielten 40 die Note “befriedigend”.

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