Lebensretter: Rauchmelder in Wohnungen haben sich bewährt


Rauchmelder in Wohnungen haben sich weit mehr als nur einfach bewährt. Der Einsatz der Rauch- bzw. Brandmelder rettete in den letzten Jahren zahlreiche Menschenleben. Die Zahl der Brandtoten halbierte sich innerhalb von nur 15 Jahren.

Rauchmelder in Wohnungen sollten überall Standard sein

Rauchmelder

Rauchmelder retten Leben

Der Einsatz von ein “wenig Elektronik” mehr in den deutschen Haushalten hat sich offensichtlich bewährt und dadurch wurden nicht nur zahlreiche Schäden vermindert, sondern viel wichtiger, etliche Leben gerettet. Die Zahl der durch Wohnungsbrand zu Tode gekommenen Menschen hat sich in den vergangenen Jahren von 800 auf rund 400 reduziert, also eine glatte Halbierung. Ein Resultat vom Einsatz elektronischer Rauchmelder.

Die Bilanz der vor 15 Jahren gestarteten Kampagne “Rauchmelder retten Leben” spricht für sich. Vorangetrieben wurde diese Initiative u.a. vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Selten kommt es vor, dass schlafende Bewohner von den Flammen eines Wohnungsbrandes unmittelbar überrascht werden und dadurch auch zu Tode kommen. Die Regel sind Vergiftungen durch den vom Brand entstandenen Rauch. Im Schlaf sind die Sinne des Menschen auf “Stand By” geschaltet. Der oft beißende Geruch von Rauchgas kann nicht wahrgenommen werden. Das im Rauch enthaltende Gift durch verbrennende Kunststoffe und die bei Schwelbrand oft hohen Kohlenmonoxid (CO) -Anteile führen sehr schnell zur Bewusstlosigkeit. Der Schlafende wird vom Qualm buchstäblich überrumpelt, kaum jedoch aus dem Schlaf gerissen.

Zu Beginn der “Rauchmelder-Initiative” hatten lediglich rund 5 Prozent der Haushalte wenigstens einen Rauchmelder in der Wohnung. “Aktuell sind etwa 50 Prozent der privaten Haushalte mit einem Rauchmelder ausgestattet”, so Dr. Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung.

In einigen Bundesländern sind die Rauchmelder inzwischen auch in Privathaushalten vorgeschrieben, weitere werden mit der entsprechenden Bestimmung noch folgen. Dennoch sollten auch die Haushalte in den Bundesländern ohne gesetzliche Vorschriften an die Montage der lebensrettenden Rauchmelder denken.

Empfohlene Montageorte sind vor allem Räume, in denen die Nachtruhe verbracht wird, also z.B. Schlafzimmer und Kinderzimmer. Im Flur, bzw. am höchsten Punkt im Treppenhaus sollte der Rauchmelder ebenfalls nicht fehlen. Rauchmelder können als Einzelgeräte vorgesehen werden, oder auch per Funk in einen Verbund geschaltet werden. Löst ein Rauchmelder z.B. im Kinderzimmer aus, so schrillen sämtliche anderen Rauchmelder mit. Betrieben werden die Rauchmelder mit einer gewöhnlichen Batterie und gute Geräte melden mit einer optischen Anzeige, wenn der Batteriewechsel fällig ist.

Rauchmelder in Privathaushalten müssen zwar nicht mit dem Feuerwehr-Notruf verbunden werden, aber in den Bundesländern mit bereits existierender Montagepflicht verbindlich installiert sein. Dieser Frage geht in der Regel auch die Hausrat- bzw. Gebäudeversicherung nach.

Vermeintliche Risiken werden nicht auf Verbraucher abgewälzt

Technik kann auch einmal versagen oder dem Betreiber beim Umgang mit Rauchmeldern ein Fehler unterlaufen. Der GDV-Vorsitzende gibt hier Entwarnung. “Ein fehlender oder unsachgemäß betriebener Rauchmelder müsste Ursache für den Schaden bzw. die Schadenhöhe sein. Ein solcher Zusammenhang kann aber in der Regel nicht hergestellt werden.”


Tarifomat24.de

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