Ab 2017 gesalzene Beitragserhöhung für Privatversicherte


Die meisten Privatversicherten werden ab dem kommenden Jahr mit einer gesalzenen Beitragserhöhung rechnen müssen. Die dauerhaften Niedrigzinsen spucken den vorgegebenen Plänen, eine Altersrückstellung aufzubauen, kräftig in die Suppe.

Niedrigzinsen und höhere Gesundheitskosten kommen zusammen

Wachstum

Privatversicherte müssen Niedrigzinsen ausgleichen

Auf die meisten Selbstständigen und gutverdienenden Arbeitnehmer in der Privatkrankenversicherung kommen im nächsten Jahr deutliche Beitragserhöhungen zu. Neun Millionen Menschen sind in der Bundesrepublik privat Krankenversicherung und voraussichtlich rund sechs Millionen Kunden wird es erwischen. Die Aufschläge auf die gegenwärtigen PKV-Beiträge können pro Monat durchaus 50,- Euro bis zu einer Verdoppelung ausmachen, wie F.A.Z. unter Berufung von Insiderkreisen meldete.

Schuld an diesem deutlichen Anstieg der PKV-Beiträge für die meisten Kunden sei die fatale Zinslage. Die Folgen der niedrigen Zinsen haben offensichtlich den bisherigen Hauptgrund „steigende Gesundheitskosten“ den Rang abgelaufen. Die Kapitalmärkte werfen kaum noch Renditen ab und die Privatversicherer sind angehalten, aus den Beiträgen eine Altersrückstellung aufzubauen. Funktioniert das nicht mehr über die Erträge, müssen eben die Beiträge hochgeschraubt werden. Ab 2017 voraussichtlich äußerst kräftig.

Darüber hinaus sind die Privatversicherer gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen bei der Beitragsgestaltung sogar benachteiligt. Während die gesetzlich Versicherten bei jeder Lohnerhöhung ohnehin schon den höheren Beitrag völlig automatisch bezahlen (müssen), können die Privaten ihre Beiträge den Gegebenheiten fließend anpassen, sondern über größere Zeitabstände hinweg. Damit sind die Gesellschaften dazu verurteilt, ihre Kunden bei den Beitragsanpassungen mit entsprechend größeren Schritten zu „brüskieren“.

HanseMerkur Versicherungsgruppe

Bild: CC0 1.0 Universell

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