Die bisher entstandenen Kosten rund um den sog. Dieselskandal weiten sich aus. Rechtsschutzversicherer leisten immer höhere Summen aufgrund weiterer Fallzahlen. Im kommenden Jahr könnte es einen weiteren Kostenschub geben.

Ohne Rechtsschutz auf weitgehend verlorenen Posten

Justiz
Rechtsschutzversicherer zahlten bisher mehr als 660 Mio. Euro

Die Behandlung des sog. Dieselskandals kann angesichts der bisher entstandenen Kosten durchaus als ein Konjunkturprogramm bezeichnet werden. Hauptsache der Rubel rollt und generiert steuerbehaftete Umsätze. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat nach rund zwei Jahren Dieselskandal eine weitere Zwischenbilanz gezogen. Demnach nahmen bisher rund 247.000 Besitzer von Dieselfahrzeugen ihre Rechtsschutzversicherung in Anspruch. Die von den Versicherern bis Ende Mai 2020 erstatteten Kosten für Gutachter, Gerichte und Anwälte beziffert der GDV mit rund 667 Millionen Euro.

Mit den neuesten Zahlen sind seit der vorangegangenen Zwischenbilanz im Oktober 2019 weitere knapp 60.000 Rechtsschutzfälle hinzugekommen. Die Ausgaben stiegen um zusätzliche 124 Millionen Euro. Als wesentlichen Kostentreiber sieht der GDV die Entscheidung zahlreicher Diesel-Fahrer, sich gegen eine Musterfeststellungsklage entschieden zu haben. Zusätzlich wurden die Anklagen gegen den Autohersteller VW auf weitere Fahrzeughersteller ausgeweitet.

Der inzwischen angehäufte Streitwert liegt bei fast 5,9 Milliarden Euro. Damit kommt jeder einzelne Fall auf ca. 24.000 Euro.

Für das kommende Jahr fürchtet der Versicherungsverband einen weiteren Kostenantreiber. Es steht wieder eine Anhebung der Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren an. Eine derartige Erhöhung ginge allerdings nicht ausschließlich zulasten der Unternehmen, sondern insbesondere zulasten der Konsumenten, welche für die Durchsetzung ihres Rechts künftig tiefer in die Tasche greifen müssten. Offiziell ein „offen stehender Rechtsweg“, aber zugepflastert mit Maut-Zahlstellen an jeder Kilometer-Markierung.

Mit weiteren Fallzahlen sei auch aufgrund von Arbeitsplatzverlusten als Folge der mit Corona begründeten Lockdown-Krise zu erwarten. Hinweise darauf gäben die seit März öfter in Anspruch genommenen Rechtsberatungen per Telefon. Daher fordert der GDV die Gebühren „mit Augenmaß“ anzupassen.

Jetzt günstigen Ratenkredit durch Zinsvergleich!

Nutzen Sie den kostenlosen Ratenkreditrechner:

Ratenkreditvergleich

  • Individuelle Kreditbeträge wählen
  • Frei wählbare Laufzeiten
  • Freie Wahl Verwendungszweck
  • Kreditkosten auf einen Blick
  • Vergleich zahlreicher Banken

Jetzt Ratenkredite auf Zinsen & Kosten vergleichen!

Jetzt berechnen!

970x250