Für Krisenfeste: Anlage in Edelmetallen

Der in den vergangenen Jahren schwankende Goldpreis hat viele Anleger verunsichert: Taugt die einst also so krisenfeste geltende Anlage noch? Und was ist mit den anderen Edelmetallen?

Keine Zinsen, keine Dividende

Egal in welches Edelmetall angelegt werden soll, sie alle haben eines gemeinsam: Ein Gewinn wird ausschließlich über den Preis erzielt. Zinsen und Dividenden gibt es weder bei Gold, noch bei Silber, Platin oder Palladium. Das hat erst mal den Nachteil, dass es unter Umständen mehrere Jahre dauern kann, bis man ein einmal gekauftes Wertmetall wieder mit Gewinn zu Geld machen kann. Daher wäre es mehr als unklug, gleich sein ganzes Kapital in diese Anlageform zu stecken. Besser wäre es, nur zehn Prozent tatsächlich in Münzen oder Barren zu stecken. Der Rest könnte dann an Industrien gehen, die mit dem Edelmetall zu tun haben, Gold- und Silberminen etwa. Der wichtigste Vorteil des Edelmetalls ist aber der, dass keines von ihnen jemals ganz wertlos werden wird. Es kann nicht verschwinden, wie etwa ein Industriezweig. Ist ein Edelmetall physisch in den Händen seines Besitzers, wird es immer einen Wert darstellen.

Welches Edelmetall eignet sich?

Spricht der Wissenschaftler von Edelmetallen, meint er damit eine ganze Bandbreite von Metallen zwischen Gold und so Exotischem wie Copernicium. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie bei Raumtemperatur an der Luft so gut wie nicht korrodieren und wenn, dann nur langsam und in begrenztem Umfang. Für die weltweite Geldanlage wirklich von Bedeutung sind aber nur vier davon. Gold ist bei Anlegern nach wie vor die Nummer eins, wenn es um Werte geht. Zwar werden rund 2/3 der jährlichen Produktion zu Schmuck verarbeitet, in der Industrie hat es aber trotzdem hohe Bedeutung in der Elektronik. Knapp 3000 Tonnen werden weltweit alljährlich gefördert. Silber kommt zwar auf der Erde wesentlich öfter vor, hat dafür aber auch wesentlich umfangreichere Anwendungsbereiche. Neben Schmuck ist es so vor allem für die gewaltige medizinische Industrie von Belang, da es über antibakterielle Eigenschaften verfügt. Zudem glauben Experten, dass Silber nur noch ein knappes Vierteljahrhundert lang der Nachfrage entsprechend gefördert werden kann. In den vergangenen Jahren erreichte die Förderung fast 25000 Tonnen. Das macht Silber zwar nicht selten, aber sehr begehrt. Platin ist noch vor Gold als wertvollstes Edelmetall bekannt. Das kommt vor allem daher, dass Platin nur durch komplexe chemische Prozesse gewonnen werden kann, die zudem auch noch immens viel Zeit in Anspruch nehmen. Das spiegelt sich in der Produktionsmenge wieder, die jährlich bei mageren 200 Tonnen liegt. Allerdings sind die auch heiß begehrt, denn Platin ist unverzichtbarer Bestandteil in Heizwiderständen und auch bei großindustriellen Prozessen wie der Salpetersäure-Herstellung. Palladium kommt auf der Erde häufiger vor als Gold. Allerdings fördern es nur Russland und Südafrika in nennenswerten Mengen. Die beiden anderen Förderländer, Kanada und die USA, haben zusammen gerade mal 15 Prozent der Produktion inne. Vor allem wegen Russland, das über 40 Prozent fördert, könnte sich eine Investition aufgrund politischer Unwägbarkeiten noch als Gewinn entpuppen. Palladium kann aufgrund seiner chemischen Eigenschaften bei vielen Anwendungen als Ersatz für Platin herhalten. Sein Hauptverwendungszweck liegt allerdings als Bestandteil von Diesel-Katalysatoren. Der Nachteil: Sinkt die Produktion von Dieselmotoren, sinkt auch der Wert von Palladium.

In welcher Form investierten?

Gold und auch Silber rentieren sich tatsächlich nur als Investition in physischer Form. Das bedeutet: Barren oder Münzen. Hier sollten Anleger darauf achten, im Zweifelsfall weniger, dafür große Barren zu kaufen, als viele kleine: Zum Materialwert schlagen die Börsen auch noch Produktionskosten auf. Prozentual gesehen liegen diese bei einer großen Menge kleiner Barren höher. Deutsche Investoren müssen übrigens bei Silber und Platin in physischer Form Mehrwertsteuer bezahlen, bei Gold hingegen nicht. Allerdings sollte angemerkt sein, dass sich aufgrund der Seltenheit sowieso fast nur Gold und Silber zur Anlage in Barren eignen. Viele Händler führen nicht einmal Platin- oder Palladium-Barren, da beide Metalle quasi direkt von der Förderung beziehungsweise dem Recycling wieder in die Industrie gelangen. Daher sollte der Anleger dort eher nach passenden Investitionsformen in die Industrie selbst Ausschau halten.

Wie sichern?

Egal für welches Edelmetall der Anleger sich entscheidet: Sie alle haben als Barren einen hohen Wert und locken Diebe geradezu an. Daher sollte der erste Schritt, noch vor dem Kauf, die Investition in die Sicherheit stehen. Zunächst bietet sich da an, das Edelmetall einfach zuhause im Tresor zu lagern. Das hat den Vorteil, dass sich quasi jederzeit über das Metall verfügen lässt. Der Nachteil ist freilich der, dass ein heimischer Tresor nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit hat. Zudem ist kaum ein Haus so gut gesichert wie eine Bank. Als nächste Lösung bietet sich daher die Anmietung eines Bankschließfaches an. Das lässt sich beliebig erweitern und die Bank steht im Zweifelsfalle für die Sicherheit des eingelagerten Materials ein. Nachteil: Der Besitzer hat nur zu den Geschäftszeiten Zugriff auf sein Eigentum. Bei großen Mengen bieten sich daher Firmen wie Goldkontor Hamburg (feingoldhandel.de) an, die sich nur auf die Lagerung von Edlem spezialisiert haben. Für den Anleger bedeutet das, dass er keinen physischen Zugriff auf das Edelmetall hat: Ankauf und Lagerung werden online und über unterschriebene Dokumente abgewickelt. Der Vorteil darin ist die hohe Sicherheit, denn auch große Mengen an Edelmetall sind in einem solchen Depot sicher und versichert untergebracht.

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