Trend binäre Optionen- worauf sollten Anleger achten?

Binäre Optionen sind bei Retail-Tradern stark im Kommen. Bei Anlegern ist das stark gehebelte Produkt noch nicht ganz angekommen. Das liegt vor allem daran, dass binäre Optionen überwiegend auf kurzfristiger Basis gehandelt werden. Dennoch werden auch binäre Optionen mit Laufzeiten zwischen 60 Sekunden und 60 Tagen angeboten. Was verbirgt sich hinter dem Produkt?

Was sind binäre Optionen?

Eine klassische Option ist im Gegensatz zu binären Optionen ein börsengehandeltes Produkt. Es ist ein Derivat, dessen Nutzen in der Absicherung und der Spekulation liegt. Kauft der Händler beispielsweise eine Call-Option auf den DAX-Index, geht er von weiter steigenden Kursen aus und sichert sich den aktuellen Preis.

Je nach Art (amerikanisch, europäisch) der Optionkann er entweder während oder am Ende der Laufzeit entscheiden ob er die Option ausübt oder verfallen lässt. Sollte der Kurs des DAX-Index tatsächlich steigen, würde er die Option ausüben, indem er den DAX-Index zum vereinbarten günstigeren Preis kauft und zum höheren Marktpreis verkauft. Die Differenz stellt seinen Gewinn dar.

Bei binären Optionen kommt es zwingend zum Barausgleich. Das heißt, der Händler kann sich nicht entscheiden, ob er die Option verfallen lässt oder ausübt. Gleichzeitig ist der vorzeitige Verkauf nur selten und nur bei ausgewählten Basiswerten möglich.

Zum Verständnis: Steht wie im Ausgangsbeispiel der DAX-Index höher, bekommt der Händler die vereinbarte Rendite ausgezahlt. Steht der Index niedriger, verliert er seine Investition. Anleger sollten beachten, dass die vorher vereinbarte Rendite in der Regel geringer ist als die Investitionssumme.

Was sollten Anleger bei binären Optionen beachten?

Da binäre Optionen noch ein relativ junges Produkt sind, sollten Anleger einige grundlegende Dinge hinsichtlich des Handels von binären Optionen beachten. Diese sind unter anderem folgende:

1. Binäre Optionen sind überwiegend für den kurzfristigen Handel konzipiert, Broker sollten dennoch eine gute Auswahl an Handelszeiten anbieten 2. In Deutschland wird der Handel von binären Optionen nicht reguliert, daher sollten Anleger auf eine Absicherung achten 3. Binäre Optionen gehören zu den Produkten, die einen Hebel aufweisen 4. Nicht alle angebotenen Optionstypen sind für den Handel geeignet 5. Die Rendite übersteigt selten die Investitionssumme 6. Der vorzeitige Verkauf ist meist nicht oder nur unter Einschnitten der Rendite möglich 7. Basiswerte müssen genauso bewertet werden, wie bei der direkten Anlage 8. Binäre Optionen sind reine Spekulationsprodukte, Absicherung ist damit kaum möglich

Da die Zielgruppe der Binäre Optionen Broker der private Trader ist, wird der kurzfristige Handel auf Basis der technischen Analyse beworben. Fakt ist, dass so gut wie alle Eigenschafen, die eine binäre Option ausmachen, vom Broker festgelegt werden bis auf die gewählte Richtung (Call/Put) und einer begrenzten Auswahl an Laufzeiten. Ein guter Broker bietet sowohl Kurzfrist- als auch Langfristoptionen an. So ein Fall wäre beispielsweise Banc De Swiss.

Binäre Optionen gelten in Deutschland nicht als Anlageprodukt, daher werden sie nicht von der BaFin reguliert. Die meisten Binäre Optionen Broker lassen sich von Aufsichtsbehörden in Off Shore-Ländern wie Zypern regulieren. Der Anleger sollte darauf achten, dass der Broker darüber informiert welchen Behörden er unterliegt und ob er zusätzliche Absicherungssysteme für Kundengelder wie etwa Fonds nutzt.

Binäre Optionen bieten eine Rendite weit im zweistelligen Bereich an. Sie gelten daher als Produkte, die mit einem Hebel versehen sind.
Broker für binäre Optionen, bieten mehrere Optionstypen an. Einige davon ermöglichen Renditen auch im dreistelligen Bereich. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass man mit diesen Optionstypen erfolgreich agieren kann ist äußerst gering. Anleger sollten sich auf die einfachen Typen konzentrieren.

Zwar fallen bei binären Optionen keine weiteren Gebühren an, jedoch sollten Anleger dabei bedenken, dass die Investitionssumme im Gegensatz zu klassischen Optionen meist höher ist als die Rendite. Aktuell ist der vorzeitige Verkauf der Option nur sehr selten und unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Der Anleger sollte sich darauf einstellen, dass er bis zum Ende der Laufzeit in der Position steckt.

Trotz der vermeintlichen Einfachheit der Produkte, kann nicht darüber hinweggesehen werden, dass Optionen nur Derivate sind und der zugrundeliegende Basiswert auf seine Preisentwicklung analysiert werden muss.

Aufgrund des anders als bei klassischen Optionen verteilten Investition-Rendite Verhältnisses gelten binäre Optionen als Spekulationsprodukte. Für eine Absicherung müsste es erstens, eine Auswahl für die Ausübung oder den Verfall geben und zweitens müssten die Kosten für die Option um einiges geringer sein als die mögliche Rendite.

Fazit:

Der neue Trend binäre Optionen gibt vor einiges zu sein. Die Einfachheit der Produkte soll dem Anleger vermitteln, dass Renditen weit im zweistelligen Bereich ohne Probleme erreichbar sind. Schaut man genauer hin, erkennt man, dass binäre Optionen eher etwas für den erfahrenen Trader sind.

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