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So entwickeln sich die Energiepreise 2017

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Mal mehr, mal weniger: die Entwicklung der Energiepreise für das Jahr 2017 ist konträr. Purzeln die Kosten für Gas, müssen Verbraucher für Strom tiefer in die Tasche greifen. Ganz nach dem Motto: "wie gewonnen, so zerronnen".



Steigende Strompreise, sinkende Gaspreise

EnergiepreiseVergleichsportale haben bestätigt, dass die Strompreise im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Prozent ansteigen werden. Das bedeutet, dass drei- bis vierköpfige Familien bei gleichem Verbrauch durchschnittlich 11 Euro mehr bezahlen müssen. Doch dieser Preiswandel ist deutschlandweit nicht homogen. Denn besonders stark werden Stromabnehmer in Sachsen, Hessen, Bayern sowie ländlichen Regionen zur Kasse gebeten. Nachdem die Strompreise in den vergangenen drei Jahren konstant rückläufig gewesen sind, fordern einige Versorger 2017 bis zu 15 Prozent höhere Preise. Ausschlaggebender Grund ist eine neue Anhebung der Umlage, die auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz basiert. Diese Umlage erhöhte sich zum Jahreswechsel um ungefähr einen halben Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Hinzu kommt, dass die Netznutzungsentgelte in einigen Gebieten ebenfalls massiv gestiegen sind.


Kostensenkungen Gas um bis zu sieben Prozent innerhalb eines Jahres

Dieser Tendenz stehen flächendeckend sinkende Gaspreise gegenüber. Verbraucherexperten verweisen darauf, dass die Kosten für Gaspreise zwischen Januar 2016 und Januar 2017 um durchschnittlich sieben Prozent gesunken sind. Die gute Nachricht für Gasabnehmer ist, dass sich an dieser Entwicklung zeitnah auch nichts ändern wird. Hintergrund für diesen Wandel ist gemäß einer Studie des Beratungsunternehmens Energycomment die deutliche Senkung der Beschaffungskosten für Gas. Diese Einsparungen geben die Gasanbieter zum Großteil direkt an die Endkunden weiter. Ein Durchschnittshaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden kostet die Anbieter im Jahr 2017 94 Euro weniger als vor zwei Jahren. Von diesen Einsparungen werden 70 Euro unmittelbar an Verbraucher weitergeleitet.


Dürfen sich Verbraucher auf Rückzahlungen freuen?

Sollten Kunden deshalb zur Senkung ihrer Strompreise auf Portalen wie www.stromvergleich.de nach neuen Dienstleistern Ausschau halten, schröpfen Gaskosten die Haushaltskasse im Vergleich weniger. Im Gegenteil: Verbraucher erwarten in diesem Jahr sogar noch weitere Preissenkungen. Minimieren sich die Kosten nicht, sollten Konsumenten auch in diesem Fall einen Anbieterwechsel in Erwägung ziehen. Denn Preisunterschiede zwischen mehreren Anbietern von über zehn Prozent sind keine Seltenheit. Der Abfall der Kosten hätte zur Folge, dass Mieter oder Immobilienbesitzer auf Heizkostenrückzahlungen hoffen dürfen. Denn sinkende Preise sollten automatisch mit geringeren Zahlungen einhergehen. Sollten Vermieter ihre Vorauszahlungen aufgrund der Entwicklungen nicht von vornherein automatisch reduziert haben, dürfen Mieter mit Rückzahlungen rechnen. Eine Tatsache bleibt bei dieser Prognose jedoch unbeachtet. Der Winter 2016/2017 war deutlich kälter als die vorherigen Winter. Ob sich dieser Aspekt nun wiederum negativ auf die Gasrechnung auswirkt, werden die nächsten Nebenkostenabrechnungen zeigen.